Zwei Teamsitzungen und ein „Horror-Video“

Marko Marin sprach nicht von einer Krisensitzung.

Bremen - (mr) · Ungewöhnliche Ereignisse erforden ungewöhnliche Maßnahmen – auch bei Werder. Nach dem peinlichen 0:6 in Stuttgart gab’s gestern vor und nach dem morgendlichen Training gleich zwei Mannschaftssitzungen, inklusive eines schmerzhaften Videostudiums vom Debakel beim VfB. So will Trainer Thomas Schaaf sein schwer gestraucheltes Team aus der Krise führen.

Der Sechs-Stunden-Tag begann mit einem Malheur. Um 10.00 Uhr wollten die Spieler zum Auslaufen antreten, doch sie standen am Trainingsplatz vor einer verschlossenen Tür. Also ging’s zurück in die Kabine – und dort folgte eine knapp anderthalbstündige Mannschaftssitzung. Anschließend Training, danach wieder Teambesprechung mit zwischenzeitlichem Essen, das extra angeliefert worden war.

Das Werder-Training am Montag

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„Wir saßen zusammen, haben uns die erste Halbzeit des Stuttgart-Spiels angeschaut – und das sehr lange“, seufzte Mittelfeldmann Marko Marin. Eine Krisensitzung sei es aber nicht gewesen, urteilte der 21-Jährige: „Da steht doch jemand vorne, hält einen Monolog und scheißt einen zusammen. Aber so war’s nicht. Es haben sich viele Spieler geäußert. Wir haben eine schlechte Phase – und haben versucht, gemeinsam Lösungen zu finden, wie wir da wieder rauskommen.“ Gesprächsinhalte verriet Marin nicht („Das bleibt intern“), vermutlich ging’s aber auch um den offensichtlich mangelhaften Zusammenhalt in der Truppe. Auf die Frage, ob der Teamspirit verbesserungswürdig sei, antwortete Marin lapidar: „Dazu möchte ich nichts sagen.“

Dafür gab Sportchef Klaus Allofs am Abend in der Sendung „Sportblitz“ bei Radio Bremen noch einen Einblick: „Die Stimmung in der Stadt ist nicht gut. Die Situation ist neu, unsere Zuschauer sind enttäuscht. Generell müssen wir enger zusammenrücken, nicht verrückt spielen und das Potenzial wecken. Das war auch der Sinn der Aussprache.“

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