WM-Qualifikation kommt für Werder mehr als unpassend / 13 Spieler für Nationalteams unterwegs

Zwangspause für den Aufschwung

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Zehn Tage muss Thomas Schaaf mit einem arg dezimierten Trainingskader auskommen.

Bremen - Die Mission „Brasilien 2014“ beginnt. Am Freitag und Samstag startet Europa mit 26 Partien in die Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 2014, am Dienstag darauf folgt der zweite Akt mit 24 Spielen. Mit dabei sind neun A-Nationalspieler von Werder Bremen. Weil zudem vier Junioren-Nationalspieler für Länderspiele nominiert wurden, fehlen Werder-Coach Thomas Schaaf in den kommenden zehn Tagen bis zu 13 Akteure.

Totale Ebbe auf dem Trainingsplatz herrscht deshalb aber nicht. Gestern versammelte Schaaf immerhin noch 16 Spieler um sich. Der Rest geht kurz nach Saisonstart anderen Dingen nach. Ein Ärgernis – speziell für Werder, das mit dem 2:0 gegen den HSV gerade in die Erfolgsspur gefunden hat. „Natürlich würden wir jetzt am liebsten gleich weitermachen, um die Form zu festigen“, sagt Schaaf, kann der Auszeit für den Aufschwung aber auch etwas Positives abgewinnen: „Internationale Einsätze sind gut für die Erfahrung der Spieler und gut für die Darstellung des Vereins.“

Allerdings darf sich mittlerweile kein Werder-Profi mehr mit dem DFB-Adler auf dem Trikot präsentieren. Der Bremer Beitrag für den Kader von Bundestrainer Joachim Löw ist gleich null. Wenn Deutschland in einer Woche auf Österreich trifft, sind trotzdem drei Werder-Profis dabei. Sebastian Prödl, Marko Arnautovic und Zlatko Junuzovic bilden die größte Bremer Gruppe in den internationalen Teams. Das Trio ist wie die meisten anderen bereits am Sonntag abgereist, hat am Wochenende aber noch spielfrei. Die Deutschland-Partie ist der einzige Auftrag für Arnautovic und Co.

Auf Sokratis wartet mit der griechischen Auswahl ein Baltikum-Doppelpack: Freitag in Lettland, Dienstag gegen Litauen. Theodor Gebre Selassie startet mit Tschechien gegen Dänemark in die WM-Qualifikation, es folgt ein Freundschaftsspiel gegen Finnland.

In der Qualifikationsgruppe A sind der Belgier Kevin De Bruyne und der Serbe Aleksandar Ignjovski Konkurrenten – wenn auch erstmal nur im Fernduell. De Bruyne bekommt es mit Wales und Kroatien zu tun. Ignjovski mit Schottland und Wales.

Mehmet Ekici und Francois Affolter sind bei Werder aktuell zwar nur dritte Wahl, für ihre A-Nationalmannschaften dennoch nominiert. Ekici kämpft mit der Türkei gegen die Niederlande und Estland um Punkte für Brasilien. Affolter hofft auf Einsätze für die Schweiz, wenn es gegen Slowenien und Albanien geht.

Nur ein Freundschaftsspiel steht für Tom Trybull und Niclas Füllkrug auf dem Programm. Mit der deutschen U 20-Auswahl testet das Werder-Duo am Sonntag in Großaspach gegen Polen. Florian Hartherz und Johannes Wurtz stehen für diese Partie auf Abruf bereit.

U 23-Keeper Richard Strebinger wurde von Österreichs U 21 angefordert. Last-Minute-Einkauf Martin Kobylanski ist heute und am Donnerstag für die polnische U 19 im Einsatz. · csa

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