„Er ist ein sehr guter Junge“

Kohfeldts Zuspruch für Eigentor-Pechvogel Beijmo

Werder-Trainer Florian Kohfeldt traut Felix Beijmo eine gute Entwicklung bei Werder Bremen zu.
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Werder-Trainer Florian Kohfeldt traut Felix Beijmo eine gute Entwicklung bei Werder Bremen zu.

Bremen - Regionalliga statt Bundesliga, U23 statt Profis, Lohmühle statt Weserstadion. Der Grund, warum sich Felix Beijmo sein Pflichtspiel-Debüt für Werder Bremen sicher ganz anders vorstellte, waren aber gewiss nicht allein diese Gegebenheiten.

Der 20-Jährige hatte gegen den VfB Lübeck nach nur zwölf Minuten Spielzeit den Ball ins eigene Netz gestolpert. Das Eigentor war der Ausgleich bei der 1:3-Niederlage im Spitzenspiel der Regionalliga Nord am Freitag. Werders Profi-Trainer Florian Kohfeldt will den Lapsus aber nicht überbewertet wissen.

„Es ist natürlich schade, wenn dir im ersten Spiel ein Eigentor unterläuft“, sagte der Coach nach dem 2:0 des Bundesliga-Teams bei Schalke 04. „Aber da müssen wir auch ein bisschen Verständnis für den Jungen haben. Ich würde da gerne eine Lanze für ihn brechen.“

Kohfeldt: „Er ist ein sehr guter Junge“

Statt Kritik gab es also Zuspruch. „Er ist unheimlich bemüht im Training, versucht zu lernen, da es einer gewisse Anpassung bedarf. Da müssen wir auch nicht drumherum reden“, sagte Kohfeldt. Beijmo war vor der Saison für drei Millionen Euro vom schwedischen Erstligisten Djurgardens IF zu Werder gewechselt, hat aber noch nicht das Leistungsvermögen für Deutschlands höchste Spielklasse.

Deswegen sollte der 20-Jährige jetzt in der U23 Spielpraxis sammeln. Kohfeldt kündigte außerdem an, dass der Rechtsverteidiger am Dienstag im Test gegen Arminia Bielefeld 70 bis 90 Minuten mit den Profis spielen solle. „Er ist ein sehr guter Junge und wird seine Entwicklung bei uns gehen. Wir brauchen Geduld. Der Transfer war eine Investition in die Zukunft. Ich bin fest davon überzeugt, dass er sich in die Richtung entwickeln wird.“ Was macht da schon ein Eigentor in der Regionalliga?

Felix Beijmo: Seine Karriere in Bildern

Felix Beijmo im Rahmen seiner Vorstellung im Juli 2018 vor seiner neuen Spielstätte - dem Weserstadion.
Felix Beijmo im Rahmen seiner Vorstellung im Juli 2018 vor seiner neuen Spielstätte - dem Weserstadion. © gumzmedia
Seine ersten Einsätze im Herrenbereich machte der junge Schwede im Trikot von IF Brommapojkarna in der Division 1 Norra, der dritten schwedische Liga.
Seine ersten Einsätze im Herrenbereich machte der junge Schwede im Trikot von IF Brommapojkarna in der Superettan (zweite schwedische Liga) im April 2015. Sein Debüt gab der Rechtsverteidiger mit 17. © imago/Bildbyran
Während der blonde Schwede in der heimischen Liga zum Stammspieler avancierte, konnte er sich ebenso in den schwedischen U-Nationalmannschaften etablieren. Hier führt er die U18 als Kapitän (Mai 2016) an.
Während der blonde Schwede in der heimischen Liga zum Stammspieler avancierte, konnte er sich ebenso in den schwedischen U-Nationalmannschaften etablieren. Hier führt er die U18 als Kapitän (Mai 2016) an. © imago/Bildbyran
IIm April 2017 wechselte Beijmo nach einem Jahr in Schwedens dritter Liga (Division 1 Norra) zum schwedischen Erstligisten Djurgardens IF, wo er sich auf Anhieb einen Platz in der Startelf sichern konnte.
Im April 2017 wechselte Beijmo nach einem Jahr in Schwedens dritter Liga (Division 1 Norra) zum schwedischen Erstligisten Djurgardens IF, wo er sich auf Anhieb einen Platz in der Startelf sichern konnte. © imago/Bildbyran
Schließlich fand Beijmo den Weg in eine internationale Top-Liga. Im Juli 2018 absolvierte er den Medizincheck und setzte seine Signatur unter einen Vertrag bis 2022.
Schließlich fand Beijmo den Weg in eine internationale Top-Liga und wechselte für kolportierte 3 Millionen Euro zu Werder. Im Juli 2018 absolvierte er den Medizincheck und setzte seine Signatur unter einen Vertrag bis 2022 laufenden Vertrag. © gumzmedia
Beim SVW stellte Beijmo in den ersten Wochen noch keine Konkurrenz zu Platzhirsch Theodor Gebre Selassie dar. Dennoch durfte er bereits in einigen Testspielen mitwirken - wie hier beim Blitzturnier in Essen Ende Juli 2018.
Beim SVW stellte Beijmo in den ersten Wochen noch keine Konkurrenz zu Platzhirsch Theodor Gebre Selassie dar. Dennoch durfte er bereits in einigen Testspielen mitwirken - wie hier beim Blitzturnier in Essen Ende Juli 2018. © gumzmedia
Sein erstes Pflichtspiel für Werder bestritt Beijmo in der U23 beim VfB Lübeck. Zu allem Überfluss unterlief ihm dort ein Eigentor. Doch sein Trainer Kohfeldt stärkte ihm den Rücken.
Sein erstes Pflichtspiel für Werder bestritt Beijmo in der U23 beim VfB Lübeck. Zu allem Überfluss unterlief ihm dort ein Eigentor. Doch sein Trainer Kohfeldt stärkte ihm den Rücken. © gumzmedia

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