Mesut Özil liefert nur Durchschnitt / „Ich war müde“

Zurück in der Normalität

Wie von den Werder-Bossen angekündigt hat Mesut Özil sein hohes Niveau der vergangenen Wochen nicht halten können.

Bremen (flü) - Nein, es war diesmal nicht der Tag des Mesut Özil . Werders Mittelfeld-Juwel, in der vergangenen Woche nach seinen starken Länderspielen gefeiert und mit Lob überschüttet, blieb gestern gegen Hannover 96 blass.

Mehr noch: Der 20-Jährige wirkte ausgelaugt, kaputt. Kaum einmal eine zündende Idee, selten das schnelle Dribbling. „Ich war schon ein bisschen müde und hatte schwere Beine“, räumte Özil später ein, „ich wollte der Mannschaft so gut es geht helfen, doch es ist mir nicht gelungen. Das macht mich traurig.“

Dass ihn der ganze Hype um seine Person auch mental überfordert haben könnte, wies der Mittelfeldspieler indes zurück. „Die ganze Aufregung hat mir nichts ausgemacht und mich überhaupt nicht gestört. Und ich habe auch keinen besonderen Druck gespürt“, beteuerte der Nationalspieler: „Wenn ich auf dem Platz stehe, sind solche Dinge ohnehin vergessen. Ich hab’ heute einfach nur nicht so gut gespielt.“ Das kann vorkommen, schließlich hat sich die ganze Mannschaft gestern nicht gerade mit Ruhm bekleckert.

Klaus Allofs jedenfalls nahm Özil in Schutz. „Auch wenn man versucht, ihn zur Nummer zehn der Nation zu machen, wird Mesut weiter schwächere und stärkere Spiele machen.“ Gestern war es ein schlechteres, wenngleich Thomas Schaaf die Leistung seines neuen Stars als „ein normales Spiel“, bewertete: „Er hatte viele gute Szenen, dann aber auch einige nicht so überragende.“

Özil brachte es schließlich auf den Punkt: „Wir hätten alle mehr investieren müssen, zudem hat uns auch etwas das Glück gefehlt.“

Von einem sportlichen Rückschlag wollte der Jung-Nationalspieler aber nichts wissen. Weder auf seine eigene Leistung noch auf die der Mannschaft bezogen. „Wir hatten ja genügend Chancen, wir haben sie leider nur nicht genutzt“, klagte Özil und räumte ein: „Wir haben heute zwei Punkte verloren. Das ist schade und ärgerlich, aber die Saison ist noch lang.“

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