Markus Rosenberg hat bei Werder ausgespielt / Allofs: „Mit der Entwicklung unzufrieden“

Die Zeichen stehen auf Trennung

Als Bankdrücker bei Werder im Dauereinsatz: Markus Rosenberg.

Werder-Bremen - BREMEN (csa) · Es braucht nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, wie sich Markus Rosenberg am Samstagnachmittag gefühlt hat. Speziell um kurz vor fünf. Zwischen Werder Bremen und dem SC Freiburg stand es bereits 4:0, und Thomas Schaaf bereitete den Tausch des einzigen Stürmers vor. Er brachte Hugo Almeida für Claudio Pizarro. Rosenberg bekam erneut keine Chance – trotz des deutlichen Spielstandes.

„Natürlich war ich enttäuscht, ich hatte schon gehofft, dass ich reinkomme“, sagt der schwedische Angreifer. 4:0 – da hat Schaaf in der Vergangenheit schon mal Spieler eingewechselt, die Wettkampfpraxis brauchen. Doch Rosenberg hat bei Werder scheinbar ausgespielt. Spätestens wohl seit seiner Note-5,5-Halbzeit gegen den VfL Bochum vor drei Wochen.

Damals musste er den Part als hängende Spitze bekleiden. Es ging voll daneben. In den Partien zuvor, wenn Werder einem Rückstand hinterherhechelte, wurde der 27-Jährige auch schon mal als rechter Verteidiger aufgeboten. Verzweiflungstaten, bei denen Rosenberg die Rolle des Notnagels spielte. Eigentlich immer erfolglos.

Der (ehemalige?) schwedische Nationalstürmer rückt so bei Werder immer weiter nach hinten. Längst gilt er als zu schwach für Werder und deshalb trotz des bis 2011 laufenden Vertrages als Verkaufskandidat für den Sommer. „Ich verstehe, dass Medien und Fans so denken“, meint Rosenberg, „aber ich sage nicht, dass die Einschätzung richtig ist.“

Grundsätzlich hält er sich für stark genug und verweist auf die ersten zweieinhalb Jahre bei Werder. „Super-Jahre“ waren es, wie er sagt. In 73 Liga-Einsätzen schoss er 29 Tore. In der laufenden Saison kommt er bei 17 Einsätzen nur auf ein mageres Törchen – es war das 6:0 im November in Freiburg. Nicht gerade ein Treffer, bei dem Ah und Oh geschrien wird.

Werder-Chef Klaus Allofs fasst die Situation um Markus Rosenberg so zusammen: „Wir sind mit seiner Entwicklung nicht zufrieden, und er ist es auch nicht.“ Damit, so Allofs, sei „alles gesagt“. Also ist die Trennung programmiert? Der Sportdirektor mahnt: „Schreiben Sie jetzt bloß nicht, dass wir Markus los werden wollen!“ Aber in die Richtung könnte es gehen.

Rosenberg wäre mit einer Trennung vermutlich sogar einverstanden. Er sagt: „Im Moment ist keine Transferzeit, und ich kann nichts machen. Ich muss das Saisonende abwarten und dann gucken, was möglich ist.“

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