Weniger Urlaub für Werders Japaner

Seltsame Nominierung für Osako

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Das Theater um Yuya Osako zwischen dem japanischen Verband und dem SV Werder Bremen scheint vorerst kein Ende zu nehmen.

Bremen – Yuya Osako, Werder Bremen und der japanische Verband – in diesem gefährlichen Dreieck herrscht offenbar weiter Gewitterwetter.

Obwohl Osako auf Geheiß von Werder Bremen im Sommer nicht zu Japans Kader für die Copa America (das asiatische Team ist als Gastmannschaft bei der Südamerika-Meisterschaft dabei) gehören wird, soll er nach eigener Aussage doch die beiden Vorbereitungspartien am 5. Juni gegen Trinidad und Tobago sowie am 9. Juni gegen El Salvador (beide Partien in Japan) bestreiten.

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Gespielte Gleichgültigkeit bei Kohfeldt?

Wo da der Sinn liegt? Werder-Coach Florian Kohfeldt beißt sich auf die Lippen, die Verwunderung über das Vorgehen Japans ist ihm allenfalls im Gesicht anzusehen. Offiziell sagt er: „Ob Yuya vier oder dreieinhalb Wochen Urlaub hat, ist nicht entscheidend. Klar ist aber: Die Copa America wird er nicht spielen.“

Tatsächlich kostet die Länderspiel-Teilnahme den Mittelfeldmann aber mehr als nur drei, vier Tage Freizeit. Werder geht am 22. Mai in den Urlaub, das letzte Spiel mit Japan ist am 9. Juni. „So ist das nun mal bei Nationalspielern. Man darf auch nicht vergessen, dass Yuya in Japan zum Spieler des Jahres gewählt wurde“, sagt Kohfeldt mit einer Gleichgültigkeit, die gespielt wirkt.

Im Februar hatte sich der SV Werder noch mit den Japanern angelegt. Der Grund: Osako hatte beim Asien-Cup gespielt, obwohl er nicht wirklich fit war. Anschließend fiel er in Bremen wochenlang mit Rückenproblemen aus. Deshalb gibt der Club ihn auch nicht für die Copa America frei, hat ihm Erholung verordnet. 

Diesen Plan durchkreuzt Japan nun mit der Nominierung für die Länderspiele ein wenig. Anders als ein Gastspiel bei der Copa America gehören die Partien Anfang Juni zu den Terminen mit einer Abstellungspflicht. Der Verdacht, dass der Ruf nach Osako eine Retourkutsche für das Bremer Verhalten ist, lässt sich nicht ausschließen.

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Osako: „Für mich geht die Saison im Juni bei der Nationalelf weiter“

Osako selbst wollte sich am vergangenen Wochenende gegenüber japanischen Journalisten nicht zu der ganzen Angelegenheit äußern. Er bestätigte aber die Nominierung. „Für mich geht die Saison im Juni bei der Nationalmannschaft weiter“, hatte er gesagt. 

Die Copa America wird dann aber ein Team bestreiten, dass vor allem mit jungen Spielern besetzt sein wird. Der Technische Direktor der „Samurai Blue“, Takashi Sekizuka, hat das Turnier bereits zum Vorbereitungsevent für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio ernannt. „Wir versuchen, die Gelegenheit dafür zu nutzen.“

Quelle: DeichStube

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