Levent Aycicek will nach langer Zwangspause auch bald durchstarten

Yildirim als leuchtendes Vorbild

Bremen - Özkan Yildirim (19) und Levent Aycicek (18) haben erstaunlich viel gemeinsam. Beide gelten bei Werder als große Offensivtalente, beide haben türkische Wurzeln, spielen jedoch in Junioren-Nationalmannschaften des DFB – und beide haben trotz ihres jungen Alters schon enormes Pech mit Verletzungen gehabt. Sowohl Yildirim als auch Aycicek mussten 16 quälend lange Monate zuschauen und sich mühsam wieder herankämpfen.

Der große Unterschied bei den beiden Teenagern: Yildirim ist schon wieder fit, trainiert seit Anfang des Jahres voll bei den Profis mit und kann inzwischen zwei Bundesliga-Einsätze (und beim 2:0 gegen Hannover auch gleich seine erste Torvorlage) vorweisen. Logisch, dass der Sulinger dem Nienburger nun als leuchtendes Vorbild dient. „Özkan ist auf jeden Fall ein Mutmacher für mich. Er hatte wohl auch nicht damit gerechnet, dass es plötzlich so schnell geht – das gibt mir Hoffnung“, sagte Aycicek gestern.

Wegen schwerer Knieverletzungen hat sich der 18-Jährige (Vertrag bis 2015) bisher noch gar nicht bei den Profis empfehlen können. Erst war es ein Kreuzbandriss, dann ein Meniskusschaden. Im Dezember wurde er letztmals am Knie operiert. „Nichts Wildes, nur ein kleiner Eingriff am Meniskus“, erzählt Aycicek, der seit einer Woche wieder auf dem Platz arbeiten kann – allerdings nur individuell: „Ich taste mich heran. In zwei, drei Wochen will ich mit der Mannschaft trainieren.“

Und dann möglichst so durchstarten wie aktuell gerade Yildirim. Ayciceks Hoffnung: „Vielleicht bekomme ich in dieser Saison ja noch den einen oder anderen Einsatz.“ · mr

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