Demoralisiert oder von allen Fesseln befreit – Schaaf weiß nicht, wie er Fürth einschätzen soll

Wundertüte trifft auf Überraschungsei

Bremen - Wundertüte – das war der teils wohlmeinende, teils kritische Beiname, der Werder Bremen durch die Hinrunde begleitete. Weil die Mannschaft mal diese, mal jene Leistung ablieferte – von sehr gut bis grottenschlecht war alles dabei.

Wenn man nun behauptet, dass die Bremer Wundertüte morgen auf ein echtes Überraschungsei trifft, dann hat das nichts damit zu tun, dass auch Gegner Greuther Fürth großen Leistungsschwankungen unterworfen ist. Eigentlich waren die Franken konstant schlecht, stehen deshalb mit nur 14 Punkten abgeschlagen am Tabellenende.

Und dennoch: Einzuordnen, welcher Gegner sich morgen im noch nicht ausverkauften Weserstadion vorstellen wird, fällt selbst Werder-Coach Thomas Schaaf schwer. „Es ist sehr schwierig, das Ganze in eine Richtung zu interpretieren“, sagt er.

Das „Ganze“ – damit meint er die Situation, in der Greuther Fürth steckt. Seit Dienstag hat in Frank Kramer ein neuer Trainer das Kommando. Er soll den Neuanfang in Angriff nehmen, denn der Abstieg ist seit der peinlichen 0:3-Heimpleite gegen den Vorletzten 1899 Hoffenheim am vergangenen Wochenende quasi besiegelt. Und wurde von Präsident Helmut Hack auch schon durchgewunken. Er wünsche sich nur noch einen „vernünftigen Abschied“ aus der Liga, hatte er gesagt.

Für Schaaf heißt das: „Wenn aus der eigenen Abteilung schon solche Aussagen kommen, ist das im Prinzip die Voraussetzung, sagen zu können: Jetzt spiele ich einfach drauf los.“ Befreit von Ängsten und Zwängen. Wie gefährlich oder willfährige Greuther Fürth dadurch wird? „Ich kann es nicht einschätzen“, meinte Schaaf. Er ist gespannt, was drin ist im Ü-Ei aus dem Frankenland. · csa/kni

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