Er würde es nie so machen

Di Santo wundert sich über Selke

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Franco Di Santo.

Bremen - Franco Di Santo ist damals auf und davon. Mit Wigan Athletic in die zweite englische Liga? Nein, danke! Di Santo wollte nicht unterklassig spielen, verließ England und den Absteiger, ging zu Werder Bremen. Wo er nun miterlebt, wie sein Sturmpartner Davie Selke freiwillig in die zweite Liga wechselt. „Überrascht“ war er von dieser Nachricht, sagt der Argentinier.

Es lässt sich wohl interpretieren, dass er die Entscheidung des Kollegen – Geld hin oder her – nicht nachvollziehen kann. Di Santo kritisiert Selke aber nicht für den sportlichen Abstieg (und finanziellen Aufstieg), sagt nur: „Ich persönlich würde das nicht machen. Wenn ich wechseln würde, dann nur zu einem größeren Club.“

Selke geht zu einem reicheren Club, der Transfer bringt Werder mindestens acht Millionen Euro ein. Ein Teil dieser Summe könnte letztlich auf Di Santos Konto landen. Wenn er ja sagt zur von Werder angestrebten Vertragsverlängerung. Werder-Geschäftsführer Thomas Eichin hatte bereits erklärt, Di Santo mit Hilfe der Selke-Millionen ködern zu wollen. Doch der aktuell erfolgreichste Bremer Torschütze (zwölf Saisontore) beißt vorerst nicht an. „Ich denke nicht daran, was Werder mir geben muss, damit ich bleibe. Ich denke noch nicht an meine Zukunft“, behauptet Di Santo. Selbst mit seinem Vater, der derzeit zu Besuch in Bremen ist, spricht er nicht über das Thema: „Ich habe ihm gesagt, dass ich erst nach Saisonende anfange zu überlegen.“

Aber so viel lässt sich schon jetzt sagen: Werder ist für ihn mit der Zeit nicht uninteressanter geworden. Di Santo: „Der Club wächst. Vor wenigen Monaten haben noch alle über die Krise bei Werder gesprochen. Es hieß, die Mannschaft sei ein Desaster. Jetzt kämpft diese Mannschaft um die Europa League, und der Club hat Geld. Es wird immer besser.“

csa

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