Internacional-Manager Fernandao äußert sich skeptisch über die Machbarkeit des geplanten Naldo-Transfers

Wortmeldung aus Brasilien, aber kein Angebot

Belek - Lange Gesichter in Belek, lange Gesichter in Brasilien: Die Personalie Naldo macht derzeit niemanden froh und glücklich. Am wenigsten den Betroffenen selbst. Weder kann der Werder-Verteidiger derzeit das normale Programm im Trainingslager absolvieren – wegen einer Außenbanddehnung im linken Knie – noch darf er auf den von ihm angestrebten Wechsel zu Internacional Porto Alegre hoffen.

Dessen Sportdirektor Fer-nandao äußerte sich gestern gegenüber dem Internetportal „UOL“ wenig optimistisch, dass der Transfer tatsächlich zustande kommen wird. „Naldo ist unsere erste Wahl. Aber es ist keine einfache Verhandlung. Wir werden sehen, was sich bis Freitag tut. Wenn wir dann merken, dass es eine Möglichkeit gibt, können wir uns noch etwas gedulden“, sagte der Manager, der wegen der am 25. Januar beginnenden Qualifikation zur Copa Libertadores offfenbar unter Zeitdruck steht.

Doch was soll sich tun? Und wieso bis heute? Das erste Ablösegebot der Brasilianer für Werders Abwehrsäule lag mit einer Million Euro irgendwo zwischen lächerlich und grotesk und war in jedem Fall Lichtjahre vom realistischen Marktwert Naldos entfernt. Nur weil er ein netter Mensch sei, so Bremens Geschäftsführer Klaus Allofs, habe er den Überbringer der Offerte nicht aus seinem Büro geschmissen. Ein nachgebessertes Angebot sei seither nicht eingegangen, bestätigte der Sportdirektor gestern. Es müsste schon heute eintrudeln, um innerhalb der von Fernandao gesetzten Frist Bewegung in die Sache zu bringen.

Sollte es beim Stillstand zwischen den Clubs bleiben, wären die irritierten Bremer Gemüter sicher beruhigt. Denn ein Verlust von Abwehrchef Naldo wäre in den Augen der Kollegen eine sportliche Katastrophe.

„Naldo ist Extraklasse und einer der besten Innenverteidiger der Liga“, sagt zum Beispiel Torwart Tim Wiese und ächzt bei der Vorstellung, dass der 29-Jährige bald nicht mehr vor ihm abräumen könnte: „Er ist ein ganz wichtiger Spieler für uns. Eine Stütze, wie es auch Per Mertesacker war. Ich hoffe, dass Naldo bleibt. Und so wie es aussieht, wird er das ja auch machen.“

Wie es aussieht, ja. Dennoch fehlt er erstmal. Doch die Knieverletzung, die am Mittwoch angeblich Auslöser der heftigen Debatte auf dem Trainingsplatz war, hat sich als nicht so schwerwiegend herausgestellt. Eine Reizung am Außenband – das müsste doch schnell wieder auskuriert sein, oder? „Wir warten ab, ob sich das Knie von alleine wieder beruhigt. So gehen wir die nächsten Tage an“, erklärte Trainer Thomas Schaaf gestern. Naldo hielt sich derweil im Kraftraum des Luxus-Hotels Maxx Royal auf. Zu den zwei Trainingseinheiten am Vor- und Nachmittag erschien er nicht. · csa

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