„Nur gemeinsam können wir den Abstieg verhindern“

Wolter fordert die Rückkehr zum Teamgeist

Werder-Bremen - BREMEN (flü) · Der Kapitän schimpfte wie ein Rohrspatz: „Ich bin stinksauer. Wir haben es nicht geschafft, als Team zu funktionieren“, wetterte Sandro Stallbaum nach der 0:3-Schlappe von Werders U 23 gegen den VfB Stuttgart II. Nach nur zwei Punkten aus den vergangenen fünf Spielen stecken die Bremer ganz tief im Abstiegskampf der 3. Liga.

Ohne Leidenschaft, Biss und Wille präsentieren sich die Bremer momentan. Nicht gerade die besten Voraussetzungen im Abstiegskampf. „Die Mannschaft hat viel von dem Ansehen weggeworfen, das sie sich in der bisherigen Saison mühsam aufgebaut hat“, kritisiert Trainer Thomas Wolter: „Wenn man so spielt, kann man auch nicht gewinnen.“

Doch die Zeit drängt. Fünf Spiele bleiben Werder II noch, um den Karren aus dem Dreck zu ziehen. „Die Situation ist ernst“, weiß auch Nachwuchsdirektor Uwe Harttgen: „Wenn wir so weiterspielen, verstärken wir unsere Probleme nur.“

Für Trainer Wolter ist die Situation nichts Neues. Jedes Jahr muss er mit seiner Mannschaft um den Klassenerhalt fighten. „Gefühlt zum 27. Mal“, wie er sagt. Bislang ist seine Truppe aber immer noch mit einem blauen Auge davongekommen, „weil wir in den letzten Jahren nicht nur Gas gegeben haben, sondern auch das

nZeit der Ausflüchte

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Miteinander stimmte. Das müssen wir uns wieder ins Gedächtnis rufen. Die Mannschaft muss an sich glauben“.

Diesen Teamgeist vermisst Wolter derzeit: „Es gibt mir bei dem einen oder anderen Spieler zu viele Ausflüchte. Mal ist es eine Verletzung, dann ist einer kaputt, andere stecken wieder den Kopf in den Sand.“ Damit müsse jetzt Schluss sein, erklärt der 46-Jährige und fordert deshalb: „Es darf keine Ausreden mehr geben.“

Die Gründe für die Talfahrt seiner Mannschaft sieht Wolter neben momentan fehlender Laufbereitschaft, Aggressivität und Leidenschaft in der eklatant schwachen Heimbilanz. Nur 18 der bislang 38 Zähler holten die Bremer vor eigenem Publikum. „Das ist zu wenig“, ärgert sich der Bremer Coach, „außerdem haben wir insgesamt zu viele Punkte liegen gelassen und Spiele durch zu viele individuelle Fehler verloren.“

Dass Anfang des Jahres aufgrund des strengen Winters viele Spiele ausgefallen sind und die Bremer fast nur noch englische Wochen gespielt haben, will der Werder-Coach nicht als Ausrede gelten lassen. „Natürlich ist das ungewohnt. Doch meine Jungs sind im besten Alter. Das muss man wegstecken, zumal wir im Training darauf geachtet haben, genügend Regeneration zu haben.“

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