U 23-Coach sieht letzten Drittliga-Platz positiv: „Befreit aufspielen“

Wolter fordert Courage: „Jungs sollen sich aus dem Sumpf ziehen“

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Die Schulter hält, der Kapitän ist zurück: Sandro Stallbaum meldet sich fit für den Abstiegskampf.

Bremen - Start frei zur Aktion Aufholjagd – manche Beobachter der Dritten Liga sehen sie aber fast als „Mission impossible“ für Werders U 23 an.

Auch Thomas Wolter als Trainer des Tabellenletzten weiß vor dem morgigen Pflichtspiel-Start ins neue Jahr gegen RW Erfurt (14 Uhr auf Platz 11), dass es schon ein „kleines Wunder“ braucht, um die zehn Punkte Abstand zum rettenden Ufer noch aufzuholen. Doch der Roten Laterne gewinnt er sogar noch etwas Positives ab: „Wir können befreit aufspielen, weil viele uns schon als Absteiger sehen.“

Für die ersehnten Befreiungsschläge stehen ihm nun wieder zwei Stützen in der Abwehr zur Verfügung: Kapitän Sandro Stallbaum meldete sich nach seiner Schulter-Operation samt viermonatiger Zwangspause ebenso zurück wie Leon Balogun, der seine Knieblessur auskuriert hat. Wolter weiß, was er an ihnen hat: „Beide verleihen der Mannschaft Stabilität.“ Zudem bringe Stallbaum mit seiner großen Erfahrung die nötige Routine für die heikle Situation mit. Die kann das Team bestens gebrauchen, denn „die Dritte Liga ist extrem schwierig geworden“.

Kapitän Stallbaum gegen

Erfurt wieder an Bord

Personelle Veränderungen während der Winterpause nahmen die Bremer trotzdem nicht vor – „das entspricht nicht unserer Philosophie“, stellt der Coach klar: „Wir wollen junge Leute an unseren Bundesliga-Kader heranführen, und das ist uns in der Hinrunde zum Beispiel mit Florian Trinks und Tom Trybull gelungen.“ Auch andere Spieler hätten einen sehr großen Schritt nach vorn gemacht Als Beispiele nennt er Florian Hartherz und Nico Füllkrug, „die ja vom Alter her noch in der U 19 spielen könnten“.

Das macht Mut, und das will Wolter „jetzt in Zählbares ummünzen. Die Jungs sollen lernen, sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf herauszuziehen.“ Am besten schon am Sonnabend gegen Erfurt – wenn die regnerische Witterung den Bremern nicht den nächsten Spielausfall beschert. Das Hinspiel verlor Werder mit 0:1 – eines dieser vielen knappen Ergebnisse. „So richtig verdroschen worden sind wir eigentlich noch nie“, gibt Wolter zu bedenken – und hofft nun auf eigene knappe Siege: „Da ist es mir egal, ob der Gegner Erfurt heißt oder wie am Dienstagabend Wehen.“ Dieses Nachholspiel steigt um 19 Uhr auf Platz 11. · ck

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