Wolfsburgs Verteidiger lobt Skripnik / Kampfansage an die Bayern

Naldo freut sich riesig: „Werder lebt wieder“

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Ein Strahlemann! Naldo ist in Bremen immer noch sehr beliebt, obwohl er schon lange für Wolfsburg spielt.

Bremen/Wolfsburg - Als Naldo das letzte Mal in Bremen war, da seufzte er mit ganz trauriger Miene: „Ich mache mir große Sorgen um Werder.“ Das war Mitte Dezember bei der Verabschiedung von Präsident und Geschäftsführer Klaus-Dieter Fischer im Bremer Rathaus. Morgen ist Naldo wieder in der Hansestadt – und alles andere als düster gestimmt: „Ich mache mir keine Sorgen mehr um Werder, denn Werder lebt wieder. Das freut mich riesig!“ Und das macht es für ihn viel leichter, mit dem VfL Wolfsburg als Gegner ins Weserstadion einzulaufen.

Naldo ist gerade erst aus Lissabon zurückgekehrt. Aber um über Werder zu reden, dafür nimmt sich der Brasilianer gerne Zeit. „Ich liebe Bremen – diese Stadt und dieser Verein werden immer in meinem Herzen sein“, sagt der 32-Jährige. Von 2005 bis 2012 hatte der Brasilianer die Raute verteidigt, dann folgte der überraschende Wechsel nach Wolfsburg. Dort hat er inzwischen sogar die deutsche Staatsangehörigkeit angenommen. Naldo fühlt sich wohl und betont: „Mein Verein ist jetzt der VfL, und natürlich wollen wir in Bremen gewinnen, denn wir haben Ziele.“

Große Ziele sogar. Der VW-Club ist noch in drei Wettbewerben vertreten – „und da ist alles für uns möglich“, sagt Naldo. In der Europa-League ist in Lissabon der Einzug ins Achtelfinale geglückt, als nächster Gegner wartet Inter Mailand. „Das ist sehr, sehr schön für uns und unsere Fans. Inter ist so ein großer Verein mit viel Tradition“, schwärmt Naldo. Im Pokal geht es am Mittwoch bei RB Leipzig um den Einzug ins Viertelfinale. Und dann ist da ja noch die Meisterschaft. Acht Punkte beträgt der Rückstand auf den FC Bayern. Uneinholbar? Nicht unbedingt, glaubt Naldo: „Wenn Bayern wackelt, dann sind wir da!“ Eine Kampfansage – allerdings mit einer Einschränkung: „Wir brauchen gar nicht auf die Bayern zu schauen, wenn wir unsere Aufgaben nicht erfüllen. Wir müssen in Bremen gewinnen.“

Doch Naldo weiß nur zu genau, wie schwierig das morgen wird. Denn er hat quasi eine TV-Dauerkarte für Werder, schaut sich so viele Spiele wie möglich an und urteilt über den Aufschwung: „Werder spielt mit ganz viel Leidenschaft. Das sind nicht ein, zwei gute Spieler, sie sind als Mannschaft richtig stark geworden.“ Veranwortlich dafür sei der neue Trainer Viktor Skripnik. „Ich freue mich für ihn, denn Viktor ist ein toller Mensch. Ich bin mir sicher, dass er ein großer Trainer wird.“ Bei Werder haben sie nicht mehr zusammengespielt, dafür bei den Abschiedsspielen von Torsten Frings und Ailton. Daran kann sich auch Skripnik noch gut erinnern: „Er ist ein sehr guter Spieler und ein sehr netter Mensch, leider spielt er gegen uns.“

Und dabei ausnahmsweise mal gegen einen größeren Spieler. „Das ist schon komisch, dass ich mal kleiner bin“, sagt Naldo vor dem möglichen Duell mit dem Werder-Riesen Jannik Vestergaard (1,99 Meter). Dass der einen Zentimeter größere Däne ausfallen könnte, passt Naldo gar nicht: „Ich will immer, dass die Besten spielen.“ Sein Trainer sieht das aufgrund der hohen Belastung der vergangenen Wochen offenbar etwas anders und plant eine Rotation. „Ich hoffe, es trifft mich nicht“, sagt Naldo: „Denn Bremen ist doch etwas ganz Besonderes für mich, da muss ich einfach spielen. Die Fans mögen mich, das spüre ich, das ist schön.“

kni

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