Clemens Fritz will am liebsten ins Werder-Mittelfeld, doch es droht die Ersatzbank

Wohin mit dem Kapitän?

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Mittelfeld? Außenverteidiger? Ersatzbank? Wo Clemens Fritz in der Rückrunde zu finden sein wird, ist noch unklar. ·

Belek - War es nur eine Ausnahme – oder der Vorgeschmack auf eine ungemütliche Rückrunde? Bei Werders Hinrunden-Abschluss gegen Nürnberg (1:1) saß der Bremer Kapitän Clemens Fritz im Dezember nur draußen.

„Ich habe ein Mal nicht gespielt, das finde ich nicht so wild. Und ich hatte vorher eine sechswöchige Verletzungspause, das hat Substanz gekostet“, erklärt der 32-Jährige. Er habe selbst gemerkt, dass ihm am Ende des vergangenen Jahres deswegen „ein bisschen die Leichtigkeit und die Spritzigkeit gefehlt“ hat.

In der Winterpause hat er anhand seines Trainingsplans „die Grundlage für eine gute Vorbereitung gelegt“. Im Trainingslager in Belek versucht er nun, schnell wieder auf 100 Prozent kommen: „Ich will arbeiten und Leistungen bringen – wie in den letzten Jahren.“

Dennoch ist fraglich, ob das anno 2013 reicht, um von der Ersatzbank wieder aufs Feld und in die Startelf zu kommen. Denn im Bremer Mittelfeld, dem bevorzugten Betätigungsfeld des Kapitäns, ist der Konkurrenzkampf besonders groß. Trainer Thomas Schaaf hat dort – wenn er nicht gezwungen war – selten gewechselt. Zlatko Junuzovic (als „Sechser“) sowie Kevin De Bruyne und Aaron Hunt (auf den Halbpositionen) waren gesetzt. Und auch auf den Außenverteidiger-Positionen, die Fritz beide spielen kann und in der Hinrunde auch gespielt hat, haben Lukas Schmitz (links) und Theodor Gebre Selassie (rechts) ihre Sache zuletzt ordentlich gemacht. „In den letzten zwei Jahren hat sich die Mannschaft wegen Verletzungen oft von alleine aufgestellt, jetzt ist das Gedrängel groß. Wenn ich eine schlechte Vorbereitung habe, werde ich sicher nicht spielen“, weiß Fritz.

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Seine Flexibilität, eigentlich ein Trumpf, kann dabei auch ein Nachteil sein. „Zu Beginn der Saison habe ich links hinten ausgeholfen, weil es da klemmte. Aber es ist sicher nicht optimal, wenn man mal links, mal rechts und mal im Mittelfeld spielt. Das ist nicht einfach.“

Mit Coach Thomas Schaaf hat Fritz bereits darüber gesprochen – und dabei verdeutlicht, wo er aus seiner Sicht am besten aufgehoben ist: „Ich fühle mich im Mittelfeld sehr wohl. Und ich denke, der Trainer sieht mich ebenfalls dort.“ Ob auch in der Anfangsformation, wird sich allerdings noch zeigen. · mr

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