Marin: „Der HSV schwächelt“ / Werder will den Nordrivalen schon am Wochenende überholen

Und es wird wieder gestichelt

Marko Marin ist sich sicher, dass Werder Bremen den HSV schon am Wochenende überholen wird.

Bremen - Von Björn Knips · Der Hamburger SV war den Bremern in der Bundesliga-Tabelle fast schon uneinholbar enteilt, doch nun hat Werder die Jagd auf den Nordrivalen und damit auf die Startplätze für die Europa League wieder eröffnet:

Nach dem 1:0-Sieg am Sonntag in Hoffenheim und der kurz darauf folgenden 2:4-Pleite der Hamburger in Leverkusen liegen die Grün-Weißen nur noch einen Zähler zurück. „Ich hoffe, dass wir den HSV schon am Wochenende überholen“, verkündet Mesut Özil und eröffnet damit die schon traditionellen Sticheleien.

Teamkollege Marko Marin legt sich sogar fest: „Wir haben nun zwei Heimspiele, wenn wir die gewinnen, dann haben wir den HSV überholt.“ Marins Zuversicht ist nachvollziehbar. Während sein Team als Tabellensechster mit dem VfL Bochum und dem 1. FC Nürnberg lösbare Aufgaben vor der Brust hat, stockt den HSV-Fans als Rangvierter schon der Atem: Am Sonntag kommt der Tabellenzweite FC Schalke 04 in die HSH Nordbank Arena. Und eine Woche später müssen die Hamburger auswärts ran – wenn auch nur bei Borussia Mönchengladbach.

„Der HSV schwächelt“, hat Marin genüsslich festgestellt. Und sein Blick geht noch einen Platz höher: „Die Dortmunder sind auch nicht so weit weg.“ Drei Punkte Vorsprung hat der BVB derzeit auf die Bremer. Auch Özil schockt das nicht: „Unser Ziel ist es, Platz vier zu erreichen. Dafür werden wir alles tun.“

David Jarolim

Beim Hamburger SV herrscht derweil (noch) Ruhe. „Was in Bremen ist, das interessiert mich nicht“, mimt David Jarolim zunächst den Coolen, aber dann lässt sich der Kapitän doch zu einer kleinen Attacke hinreißen: „Eines ist klar: Auch die Bremer werden noch Spiele verlieren – und dann müssen wir da sein.“

Spätestens am letzten Spieltag: Dann kommt’s zum Showdown der beiden Konkurrenten im Weserstadion. Und wer weiß: Vielleicht haben sich die Nordrivalen zuvor schon in der Europa League gegenübergestanden. Es könnte also fast wieder so verrückt werden wie im Vorjahr mit vier Nordderbys in 19 Tagen.

Doch daran mag Torsten Frings noch nicht denken. Und der 33-Jährige hält auch nichts davon, Giftpfeile Richtung Hamburg zu schießen: „Es bringt nichts, schon jetzt große Sprüche zu machen. Die Saison ist noch viel zu lang. Natürlich wollen wir die Ausrutscher der Konkurrenz nutzen. Aber wir wissen auch, dass wir schon oft genug selbst ausgerutscht sind.“ Geduld ist also gefragt. Da gehorcht zwar Aaron Hunt seinem Kapitän, aber eine Kampfansage an den ewigen Rivalen mag sich der Mittelfeldspieler dann doch nicht verkneifen: „Wir sind dran, und irgendwann werden wir am HSV vorbeiziehen und am Ende in der Tabelle ganz sicher vor ihm stehen.“

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