Werder-Coach Thomas Schaaf blickt zurück und nach vorne / Viel Lob für die Talente: „Absolute Gewinner“

„Wir werden die Spieler noch mehr in die Pflicht nehmen“

Werder-Trainer Thomas Schaaf will „intensiv daran arbeiten, die Mannschaft zu verbessern“. ·

Bremen - Eine schwache Saison, die auf Platz neun endete. Das internationale Geschäft nach einer völlig vermurksten Rückrunde erneut verpasst: Werder Bremen droht, auch angesichts des Verlusts diverser Stammkräfte, im Mittelmaß zu verschwinden.

Übermäßig besorgt klingt Trainer Thomas Schaaf dennoch nicht. In einem Pressegespräch schaute der 51-Jährige zurück auf die abgelaufene Spielzeit – und auch schon mal nach vorne auf die kommende, die wieder besser werden soll. Schaaf über . . .

  . . . die gesamte Werder-Saison: „Man muss sich fragen: Wo kommen wir her, aus welcher Situation? Die Saison, in der wir gegen den Abstieg kämpfen mussten, hat uns viel Sicherheit und Klarheit genommen. Wir mussten intensiv daran arbeiten, gewisse Dinge wieder zu wecken. Das ist uns überraschend gut gelungen. Wir haben den Kader gut aufgestellt, gut miteinander gearbeitet, einige Spiele noch ganz spät gedreht. Es war toll, was wir bis zum Dezember geschafft haben.

In der Wintervorbereitung fehlten dann außer Borowski und Boenisch noch weitere wichtige Spieler wie Naldo oder Aaron Hunt. Und in Kaiserslautern (0:0 beim Rückrundenauftakt, Anm. d. Red.) musste noch mit Sebastian Prödl ein Spieler, der in der Vorbereitung hinten für viel Sicherheit gesorgt hat, verletzt raus und fiel lange aus. Lautern war schon ein entscheidendes Spiel. Hätten wir beim Foul an Prödl einen Elfmeter und Lautern Rot bekommen, hätten wir in Führung gehen und das Spiel gewinnen können. Man hätte die Rückrunde anders aufnehmen können, als es dann passiert ist.“

. . . die katastrophale Rückrunde mit 13 Punkten aus 17 Spielen: „Wir sind sehr frustriert und enttäuscht darüber, einige Leistungen am Ende waren absolut unbefriedigend. Da hatten wir nicht mehr den Glauben, die Situation und die Chance auf das internationale Geschäft für uns zu nutzen. Positiv war: die grundsätzlich verbesserte Defensivarbeit. Spiele wie das 0:5 auf Schalke, als wir alles über uns ergehen lassen haben, gab es in der Rückrunde nicht mehr. Aber wir haben es verpasst, Tore zu schießen. Zum Beispiel gegen Bayern: Wenn Markus Rosenberg da das 2:0 macht, hätten wir das Spiel gewonnen – da bin ich mir sicher.

Was die Laufleistung angeht, sind wir insgesamt auf dem zweiten Platz in der Bundesliga. Aber wir haben mit unserem Ballbesitz viel zu wenig angefangen, können mit der Kreativität nicht zufrieden sein. Wir müssen viel effektiver werden.“

. . . die Kritik, Werder sei zu sehr mit der Mittelfeld-Raute als Spielsystem verwurzelt: „Am Besten wäre es, wir könnten alle Systeme spielen, die es gibt. Ich bin nicht fest gebunden an ein System, werde mich auch nie festlegen. Aber ich muss gucken, in welchem System unsere Spieler die größte Sicherheit haben, welches am besten passt. Wenn wir es verändert haben, wie zum Beispiel in der ersten Halbzeit in Dortmund (mit zwei Sechsern und einem Angreifer, Anm. d. Red.), hat es nicht gegriffen.“

. . . die jungen Spieler, die in der Rückrunde vermehrt zum Einsatz kamen. Werder hatte am 24. März gegen Augsburg mit einem Durchschnittsalter von 22,7 Jahren die jüngste Mannschaft der Vereinsgeschichte auf dem Platz: „Sie sind die absoluten Gewinner der Saison, haben ihre Sache toll gemacht. Wir wussten, dass es Schwankungen gibt, aber wir haben sie trotzdem gebracht – weil es passte. Was insgesamt fehlte, war in der Rückrunde der Moment, Spiele zu entscheiden. Da hat ein gewisses Niveau gefehlt. Als zum Beispiel Aaron Hunt wieder dabei war, hat er gleich Ruhe und Souveränität reingebracht – mehr als die jungen Spieler.“

. . . die Zukunft und den Umbruch: „Wir haben fast jedes Jahr einen Neuaufbau, in diesem Jahr gibt es eine größere Veränderung. Wir werden schauen, dass wir eine gute Mannschaft formen, die wir auf ein festes Fundament stellen. In der Abwehr ist das bereits so, da steht das Gerippe. Wir werden intensiv daran arbeiten, die Mannschaft zu verbessern. Und wir werden die Spieler noch mehr in die Pflicht nehmen, ihnen noch öfter sagen: ,Das und das sind deine Aufgaben, daran werden wir dich messen.‘“ · mr

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