Werder will aus Schalke-Pleite Lehren ziehen – und in Bilbao Gruppensieg holen

„Wir werden nicht einknicken“

Aaron Hunt ist zuversichtlich, dass Werder aus dem 0:2 gegen Schalke gelernt hat und in Bilbao anders auftritt.

Werder-Bremen - BREMEN (flü) · Eigentlich hatten die Profis von Werder Bremen schon fast vergessen, wie sich eine Niederlage anfühlt. 23 Pflichtspiele in Folge waren sie ungeschlagen geblieben, ehe die Serie am Samstag beim 0:2 gegen Schalke riss.

Und vor dem Europa-League-Spiel morgen (21.05 Uhr) beim spanischen Erstligisten Athletic Bilbao stellt sich nun die Frage, wie die Bremer mit der jüngsten Heimpleite umgehen. Macht sich vielleicht Verunsicherung breit oder zeigt Werder eine Trotzreaktion?

„Wir haben die Klasse, das wegzustecken“, ist sich Torwart Tim Wiese sicher, „natürlich tat die Niederlage weh, aber jetzt müssen wir gegen Bilbao zeigen, dass wir es besser können.“ Auch Aaron Hunt hat vollstes Vertrauen in die mentale Stärke der Mannschaft. Von einer Niederlage lasse man sich jetzt nicht vom Weg abbringen, meinte der Mittelfeldspieler: „Wir haben bislang eine starke Saison gespielt. Natürlich hat die Niederlage gegen Schalke bitter geschmeckt, doch wir wissen genau, wie schön Erfolge sind. Dieses Gefühl wollen wir uns jetzt wiederholen.“ Die Mannschaft sei erfahren und stabil genug, um sich vom Schalke-Spiel nun nicht aus der Bahn werden zu lassen. „Wir machen uns nicht verrückt und werden auch nicht einknicken“, ist sich Hunt sicher.

Für Torsten Frings war das 0:2 vom Samstag einerseits unnötig wie ein Kropf, „weil wir in der ersten Halbzeit zwei ganz dicke Chancen hatten“. Und der Kapitän ist „gespannt, wie wir mit der Niederlage umgehen. Schließlich haben wir lange nicht mehr verloren.“ Auf der anderen Seite, so Frings, war’s vielleicht auch mal ganz heilsam: „So ein Schlag vor den Kopf tut manchmal ganz gut. Dann wirst du wenigstens wieder wach.“

Die Partie habe aufgezeigt, „dass wir uns nicht immer auf unser Glück verlassen können, dass wir Kampf und Einsatz zeigen müssen, um Spiele zu gewinnen“, meinte der Bremer Kapitän. Gegen Bilbao will Frings diese Tugenden nun wieder sehen. Schließlich geht es um den Gruppensieg. „Und den“, sagt Aaron Hunt, „wollen wir uns nicht mehr nehmen lassen. Ich sehe es als klaren Vorteil an, wenn wir dann in der K.o.-Runde das Rückspiel zu Hause haben.“

Von den zu erwartenden Gegnern her jedenfalls dürfte es kaum einen Unterschied machen, ob Werder nun Gruppenerster oder -zweiter wird. In einem Topf wartet Juventus Turin, im anderen der FC Liverpool. „Wenn wir bis zum Ende in diesem Wettbewerb bleiben wollen, müssen wir ohnehin irgendwann gegen diese Mannschaften spielen“, meint Hunt, „da ist es mir egal, ob gleich oder später.“

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