Werder-Coach Schaaf geht optimistisch in die Gruppenphase / Aufholjagd in Genua belohnt

„Wir sind reif für die Champions League“

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Freude nach der Qualifikation: Thomas Schaaf feiert mit Per Mertesacker

Genua (flü) · Werder feiert den Einzug in die Champions League – doch der Weg dorthin war mühsam, sehr mühsam sogar. Denn die Bremer standen in Genua bereits mit einem Bein in der Europa League.

Nach dem 3:1-Sieg im Hinspiel hatte Werder die Anfangsphase bei Sampdoria völlig verpennt und lag nach einem Doppelpack von Giampaolo Pazzini (8./13.) schnell mit 0:2 zurück. „Wir haben in den ersten 20 Minuten fast alles falsch gemacht“, brummte Trainer Thomas Schaaf: „Erst in der zweiten Halbzeit haben wir den Rhythmus und die Ordnung gefunden.“ Und Sportchef Klaus Allofs ergänzte: „Wir haben immer an uns geglaubt.“

Doch das ersehnte Tor, das Werder bei diesem Spielstand zum Weiterkommen gereicht hätte, wollte einfach nicht fallen. Im Gegenteil. Genuas Antonio Cassano erhöhte nach 85 Minuten sogar auf 3:0 – Werder war praktisch k.o. „Wenn du 0:3 zurückliegst und nur noch ein paar Minuten zu spielen sind, dann ist die Hoffnung nur noch sehr gering“, räumte Offensivspieler Marko Marin ein: „Ich dachte schon, der Traum wäre zu Ende.“

Dass dem nicht so war, hatten die Bremer ausgerechnet Markus Rosenberg zu verdanken. Der Stürmer, bei Werder auf der Verkaufsliste, war in der 73. Minute eingewechselt worden und erzielte in der Nachspielzeit den Treffer zum 1:3, der Werder in die Verlängerung rettete. „Wir hatten schon alles aus der Hand gegeben, aber die Mannschaft ist wiedergekommen. Ich war sicher, dass wir in der Verlängerung noch zulegen konnten“, meinte Trainer Schaaf. Sein Gefühl trügte ihn nicht. Claudio Pizarro verkürzte in der 100. Minute auf 2:3 – damit war der Widerstand der Italiener endgültig gebrochen, zumal Werder in der Verlängerung auch die klar spielbestimmende Mannschaft war und nichts mehr zuließ.

Für Schaaf Grund genug, nun positiv in Richtung Gruppenphase zu blicken. „Wir haben uns gegen einen starken Gegner durchgesetzt, also sind wir auch reif für die Champions League.“

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