Vor dem Duell gegen Schalke sieht Dutt gefestigte Basics und mehr Variationen

„Wir sind nicht Chelsea, aber wir haben eine Chance“

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„Von Chelsea konnten wir uns nichts abgucken“, sagt Werder-Trainer Robin Dutt mit Blick auf das Spiel gegen den FC Schalke 04.

Bremen - Der FC Chelsea hat es vorgemacht – doch Robin Dutt lässt dieser 3:0-Sieg über den FC Schalke 04 vom Mittwochabend ziemlich kalt. „Von Chelsea konnten wir uns nichts abgucken“, sagt der Werder-Trainer.

„Nur weil wir mal ein Heimspiel gewonnen haben, werden wir uns jetzt nicht so weit aus dem Fenster lehnen, eine Champions-League-Mannschaft kopieren zu wollen.“ Intensiver hat sich Dutt da das Video vom letzten Bundesliga-Auftritt der Königsblauen bei Hertha BSC angesehen. Sein Fazit über den morgigen Gegner dürfte für die Bremer Fans bedenklich klingen: „Schalke gehört zu den Top Vier in der Liga.“

Trotzdem sagt der 48-Jährige vor der Reise nach Gelsenkirchen: „Natürlich haben wir eine Chance.“ Dabei vertraut er auf das, was er bisher mit seiner Mannschaft erarbeitet hat: „Nachdem wir monatelang im Training die Basics vermittelt haben, glaube ich, dass die Spieler in den letzten Wochen einen Schritt nach vorn gemacht haben.“ Jene Grundlagen, gepaart mit der jeweiligen Tagesform, ergäben diejenige Formation, „wie sie gerade am besten für den Spieler und die Mannschaft ist“ und müsse nicht abhängig von irgendeinem System sein. Selbst im Lauf der Partie dürfe sich die Taktik ruhig mal ändern: „Es kann also sein, dass wir in diesem Jahr noch unterschiedliche Formationen sehen werden.“

Fotos vom Werder-Training am Donnerstag

Di Santo beim Werder-Training am Donnerstag mit dabei

Ob Dutt also wie zuletzt die Mittelfeld-Raute wählt oder eine andere Marschroute vorgibt, ist offen. Doch Schlüsselspieler wie Zlatko Junuzovic stört das erstmal wenig: „Wir haben inzwischen zwei, drei verschiedene Formationen, die wir können“, schildert der Mittelfeldmann. Zudem gewann er Schalkes Champions-League-Dämpfer vom Mittwoch doch noch etwas Positives ab: „Wir hatten die längere Pause und müssten frischer sein. Mit diesen paar Prozent mehr können wir vielleicht den einen oder anderen Konter setzen.“ Auch Dutt weiß aus seiner Erfahrung mit Bayer Leverkusen vor zwei Jahren, dass man ein Erlebnis wie 90 Minuten an der Stamford Bridge „vor allem als junger Spieler „erstmal verkraften muss“.

Werder hingegen hat seinen letzten Pflichtauftritt vom Sonntag bestens verarbeitet: „Für die Stimmung und das Selbstvertrauen war der Sieg natürlich enorm wichtig“, gibt Junuzovic nach dem Last-Minute-Triumph über Hannover zu. Gleichzeitig fordert er jedoch: „Dieses Spiel sollten wir abhaken. Im Moment sind unsere Leistungen noch zu wellenförmig. Wir müssen schauen, dass wir es konstanter hinbekommen.“

Selbst die Tatsache, dass die Bremer mit einem Sieg am derzeit auf Platz sechs stehenden Gegner vorbei ziehen würden, wäre für „Zladdy“ nur eine Momentaufnahme: „Die Tabelle lassen wir erstmal außen vor. Bei einer Niederlage gegen Hannover hätten wir ja auch 13. oder 14. sein können“, gibt der 26-Jährige zu bedenken.

Auch Dutt schaut allenfalls beiläufig auf die Tabelle. Allerdings erinnert er sich noch gut daran, dass Hannover vor einer Woche noch im oberen Drittel der Liga rangierte – wie jetzt der FC Schalke. „Wir sorgen also dafür, dass manche Mannschaften jetzt nicht mehr in diesem oberen Drittel sind…“ ck

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