Dutt rechnet mit einer harten Rückserie

„Wir peilen 21 Punkte an“

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Robin Dutt rechnet mit einer harten Rückserie für Werder Bremen

Bremen - Robin Dutt sieht erholt aus. „Der Akku ist voll. Ich habe schöne 14 Tage gehabt“, sagt der Werder-Coach an seinem ersten Arbeitstag nach dem Weihnachtsurlaub und verkündet freudestrahlend: „Es kann wieder losgehen. Wir sind voller Energie.“ Die Stimmung bei Werder ist bestens – auch dank des Überraschungserfolgs am Hinrundenende gegen Leverkusen.

„Das tut immer noch gut“, sagt Dutt. Und eigentlich will er die gute Laune auch gar nicht gefährden, aber mahnen muss er trotzdem: „Die Rückrunde wird wahnsinnig hart!“ Als Tabellenelfter mit fünf Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz gibt es keinen Grund, sich in Sicherheit zu wiegen. Von Abstiegskampf will Dutt zwar weiterhin nicht sprechen, aber er verrät das Punkteziel – und das hat ganz viel mit dem Klassenerhalt zu tun. „Vor der Saison haben wir intern gesagt: Wenn wir 40 Punkte holen, dann sind das sechs mehr als in der vergangenen Saison und das bringt auch ein paar Tabellenplätze. Das wäre für das erste Jahr, auch unter den Bedingungen mit den Abgängen, in Ordnung“, findet der neue Coach und rechnet vor: „In der Hinrunde waren es 19 Punkte, also peilen wir jetzt 21 an.“ Zusammen sind das 40 Zähler – und das ist die berühmte Marke, die jeder Club anpeilt, um ganz sicher nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Meistens reichen allerdings viel weniger Punkte.

Doch darauf will sich Dutt natürlich nicht verlassen. Also wird hart gearbeitet. Gestern zwei Einheiten, heute wieder zwei – und morgen nach dem Flug ins spanische Jerez geht es auch gleich wieder auf den Platz. Auf dem Stundenplan steht fast immer das Defensivverhalten. „Wir wollen aber auch unser gutes Umschaltverhalten weiter kultivieren“, betont der Coach.

Es wartet also viel Arbeit auf Werder. Aber warum ist Bremen dann ein, zwei Tage später ins Training eingestiegen als die Konkurrenz? „Wir wollten gleich eine Leistungsdiagnostik haben, also einen Laktattest machen. Das ging am Sonntag nicht“, erklärt Dutt. Schon gestern Abend hatte er die Daten der Experten von der Universität Paderborn vorliegen. Negative Überraschungen waren dabei ausgeschlossen. „Dafür ist die Pause im Winter zu kurz“, so Dutt.

Die Konkurrenz setzt auf neue Trainer

Ein großer Vorteil gegenüber der Sommervorbereitung. Außerdem kenne er die Spieler jetzt besser, die Ansprache sei zielgerichteter, die Trainingsarbeit effektiver. Davon werde, davon müsse Werder profitieren. „Wir duellieren uns momentan mit Clubs wie Stuttgart, Hamburg und Hannover um die Plätze, die haben alle ihre Ziele. Es wird nicht einfach, diese Duelle für uns zu entscheiden“, sagt Dutt und stellt ganz nebenbei noch fest, dass alle drei Konkurrenten schon den Trainer gewechselt haben. Werder nicht. „Diese Vereine haben eben andere Vorgehensweisen. Wir waren weit davon entfernt, uns in diesem Bereich Gedanken zu machen. Ich bin dankbar dafür, dass ich bei einem Verein bin, wo etwas mehr Ruhe herrscht“, sagt Dutt und lächelt zufrieden. · kni

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