Hannover will den freien Fall heute stoppen / Neuzugang Kone der große Hoffnungsträger

„Wir müssen an unsere Grenzen gehen“

Auf ihm ruhen die Hoffnungen: Stürmer Arouna Kone soll Hannover 96 aus der Krise schießen.

Werder-Bremen - BREMEN (flü/dpa) · Sie waren angetreten, um an den europäischen Plätzen zu kratzen, endlich auch den anderen norddeutschen Clubs den Kampf anzusagen – nach 21 Spieltagen aber blickt Hannover 96 in den Abgrund.

Zehn sieglose Spiele in Serie, davon sechs Niederlagen in Folge bedeuten den Absturz auf den Relegationsplatz. Es ist die schlechteste Serie seit der letzten Bundesliga-Abstiegssaison 1988/89 (13 Spiele). In Hannover geht längst wieder die Abstiegsangst um.

Nach dem verpatzten Rückrundenauftakt mit dem 0:3 gegen Hertha wurde Trainer Andreas Bergmann gefeuert – nach nur fünf Monaten im Amt. Er hatte kurz nach Saisonbeginn Dieter Hecking abgelöst. Jetzt ist Mirko Slomka am Ruder, doch auch der ehemalige Schalke-Coach hat noch nicht einen Punkt geholt. Er übernahm allerdings auch keine einfache Mission. Sein Team ist von Verletzungspech gebeutelt, das Selbstvertrauen fast völlig dahin. „Und daher brauchen wir gegen Bremen jetzt endlich ein Erfolgserlebnis und die Punkte“, sagt Slomka vor dem Heimspiel heute gegen Werder. Es klingt schon fast flehend.

Mut macht ihm, dass Defensivspieler Leon Andreasen nach fast neunmonatiger Verletzungspause zuletzt gegen Hoffenheim (1:2) sein Comeback feierte. Und dass seine beiden Neuzugänge Elson (vom VfB Stuttgart geholt) und Arouna Kone (FC Sevilla) mittlerweile gut integriert sind. Vor allem auf Stürmer Kone, ivo-rischer Nationalspieler, ruhen die Hoffnungen der Hannoveraner.

Und Kone nimmt seine Aufgabe an: „Ich habe keine Angst. Wenn ich hier die Rolle des Hoffnungsträgers übernehmen soll, spiele ich sie gerne.“ Die erste Vorstellung beim 1:2 in Hoffenheim gibt ihm Selbstvertrauen. „Natürlich bin ich traurig, denn wir haben verloren“, sagt der 26-Jährige, „doch für mich lief es gut: Erstes Spiel, erstes Tor – so kann es weitergehen.“ Und wenn nun auch sein neues Team wieder diese Zuversicht bekomme, sei der Ligaverbleib möglich. „Denn wir haben sehr gute Spieler“, findet Kone.

Auch Slomka glaubt fest an die Qualitäten seines Personals. „Die Mannschaft hat den Abstiegskampf angenommen. Die Spieler sind willig, aufmerksam und gehen an ihre körperlichen Grenzen“, hat der Coach im Training ausgemacht: „Nun müssen wir auch gegen Werder an unsere Grenzen gehen.“

Im Hinspiel an der Weser, das torlos endete, überzeugte Hannover 96 durch eben jene Eigenschaften, die Slomka vor dem Rückspiel von seiner Mannschaft vehement einfordert: Disziplin und Aufmerksamkeit. „Wir müssen von Beginn an konzentriert sein, um gegen Bremen etwas zu holen“, sagt der 42-Jährige: „Wir müssen versuchen, Werder in der Defensive unter Druck zu setzen und mögliche Fehler der hochstehenden Viererkette ausnutzen.“ Allerdings ist auch Slomka nicht verborgen geblieben, dass sich Werder bereits aus der eigenen Krise befreit hat. „Leider“, so der Coach, „haben sie sich stabilisiert.“

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