Heute Trainingsauftakt

„Wir müssen 10 bis 20 Prozent draufpacken“

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Sportchef Thomas Eichin ist auch in seinem Kurzurlaub total fokussiert auf Werder und die anstehende Rückrunde. ·

Bremen - Heute geht’s wieder los – Werder steigt um 10 Uhr ins Training ein. Mit einem Laktattest, um den Fitnesszustand der Spieler zu überprüfen. Thomas Eichin erwartet dabei beste Werte, weil erstens der Urlaub nur sehr kurz war und zweitens der Charakter der Mannschaft stimmt.

Und der Werder-Sportchef hat eine klare Forderung für die Vorbereitung auf die Rückrunde: „Wir müssen uns alle steigern und durch das Trainingslager 10 bis 20 Prozent draufpacken. Dann werden wir auch erfolgreich sein.“

Aber was heißt in dieser Saison erfolgreich? Geht es im ersten Jahr nach der Ära Thomas Schaaf ausschließlich ums Überleben? Inoffiziell durchaus. Die Angst vor dem Abstieg ist im Club da. Doch Eichin wäre ein schlechter Sportchef, wenn er nach Tabellenplatz elf in der Hinrunde ausschließlich vom Verbleib in der Bundesliga sprechen und Werder damit klein reden würde. „Diese 40 Punkte, die angeblich immer für den Klassenerhalt reichen, will ich gar nicht in Stein meißeln“, sagt der 47-Jährige: „Ich wünsche mir einfach, dass wir mehr als die 19 Punkte aus der Hinrunde holen.“

Der Optimismus, dass das gelingt, ist groß. Eichin setzt dabei auf den Dutt-Faktor. Der neue Coach hatte vor Weihnachten betont, dass seine bisherigen Vorbereitungen im Winter fast immer von Erfolg gekrönt waren – und das auch für Werder vorausgesagt. „Robin kennt die Mannschaft jetzt. Die Integration der neuen Spieler ist gelungen. Der Trainer kann dadurch viel präziser als im Sommer arbeiten, deswegen wird uns diese Vorbereitung weiter nach vorne bringen“, glaubt Eichin – und blickt schon auf den Rückrundenstart: „Die ersten beiden Spiele gegen Braunschweig und in Augsburg sind gleich richtungweisend, deshalb ist die Vorbereitung so wichtig.“

Erstmals seit einer gefühlten Ewigkeit wird sich Werder nicht mehr im türkischen Belek fit machen, sondern im spanischen Jerez. Auf Wunsch von Dutt. Nach jeweils zwei Einheiten heute und morgen geht es am Mittwochmorgen mit dem Flieger nach Andalusien. Ohne Eichin. Der Sportchef befindet sich noch im Kurzurlaub, ist dort aber mit Smartphone und Laptop stets handlungsfähig, wie er betont. Der 47-Jährige wird nach ein, zwei Bürotagen in Bremen am Wochenende zur Mannschaft stoßen und sich das erste Testspiel des Jahres am Sonntag gegen den holländischen Erstligisten NEC Nijmegen anschauen. Vier Tage später folgt der Test gegen Steaua Bukarest. Am Freitag, 17. Januar, geht es für den Werder-Tross zurück nach Bremen.

Mit einer klaren Verbesserung im Gepäck, wie sich Eichin wünscht: „Die Defensive muss stabil sein.“ Das habe die Hinrunde gezeigt. Der Versuch, mehr Offensive zu riskieren, sei zu früh gekommen, gesteht der Sportchef.

Ohnehin ist er bei allem Optimismus weit davon enfernt, den Schönredner zu geben: „Fakt ist doch auch: Hätten wir das letzte Spiel gegen Leverkusen nicht gewonnen, hätten wir eine andere Situation. Wir dürfen nichts unter den Teppich kehren, sondern müssen hart an unseren Defiziten arbeiten.“ Damit wird heute um 10 Uhr auf Platz 11 des Weserstadions begonnen. · kni

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