Heute erstes Euro-Endspiel in Stuttgart – und Werder hilft Torjäger Pizarro

„Wir müssen ,Piza‘ einfach besser füttern“

Gute Phasen, schlechte Phasen – Claudio Pizarro ist deutlich anzusehen, in welcher er sich gerade befindet. ·

Bremen - Nein, das ist nicht die Rückrunde des Claudio Pizarro. Nach zwölf Treffern und sieben Assists in der Hinrunde, gab‘s in diesem Jahr nur noch vier Tore und zwei Vorlagen. Auch deshalb flog der SV Werder Bremen aus der Eurozone.

Vier Spieltage vor Schluss helfen nur noch Siege – und dafür brauchen die Bremer Pizarro-Tore. Deshalb unterstützt ganz Werder seinen Torjäger, damit der Peruaner den Tabellenachten heute Abend im ersten Euro-Endspiel beim VfB Stuttgart (20.30 Uhr) wieder nach oben schießt.

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„Wir müssen ,Piza‘ einfach besser füttern“, lautet das einfache Rezept von Clemens Fritz: „Claudio braucht Bälle, die er verwerten kann.“ Gegen Mönchengladbach sei das schon besser gelungen, aber da fehlte Pizarro die letzte Konsequenz. Oder liegt es an mangelnder Konzentration, dass sein 17. Saisontor nun schon über einen Monat auf sich warten lässt? Beschäftigt sich Pizarro, der seinen Vertrag zum Saisonende gekündigt hat, zu sehr mit seiner Zukunft? Oder ist er in Gedanken bereits bei den Bayern, die ihn angeblich als Backup von Mario Gomez verpflichten wollen? „Claudio gibt alles“, verteidigt Teamkollege Sebastian Boenisch seinen Freund: „Ich weiß zwar nicht, wie sehr er sich Gedanken über die nächste Saison macht. Aber er sagt, alles ist okay.“ Deshalb glaubt Boenisch auch fest daran, „dass Claudio wieder treffen wird. Er hat uns doch schon so oft den Arsch gerettet.“

Auch Markus Rosenberg ergreift Partei für seinen Sturmpartner und beschreibt das Leben eines Stürmers so: „Du hast immer gute und schlechte Phasen, in denen du mehr oder weniger triffst. Claudio hat immer sehr lange sehr gute Phasen, aber so etwas geht nicht eine ganze Saison.“ Bei einem Angreifer von Pizarros Qualität sei es nur „eine Frage der Zeit, bis er wieder trifft“. Und bis dahin sei Pizarro trotzdem wertvoll – als Vorlagengeber und Arbeiter.

So wie gegen Gladbach, als er das 1:0 von Rosenberg vorbereitete und später in Unterzahl im Mittelfeld auch Defensivaufgaben übernahm. „Da fehlte mir vielleicht vorne etwas die Kraft, um zu treffen“, glaubt Pizarro. Beim Begriff Ladehemmung kann er nur schmunzeln. Das Wort hat der 33-Jährige in seiner Karriere schon so oft gehört und dann doch schnell wieder getroffen. Deshalb ist er gestern auch ganz entspannt nach Stuttgart geflogen. Sieben Mal hat er dort schon getroffen. Zuletzt am 4. Oktober 2009. Werder gewann 2:0. Ein Jahr später ging ,Piza‘ leer aus – und Werder mit 0:6 unter. Und so lautet die Moral von der Geschicht’: Trifft Pizarro nicht, gewinnt Werder nicht. · kni

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