Nach den Pfiffen gegen Fürth will Werder seine Fans zurückgewinnen

„Wir müssen dafür sorgen, dass der Funke überspringt“

Bremen - Erst das Protestplakat auf der Südtribüne, dann die Pfiffe aus dem gesamten Rund: Das peinliche 2:2 im letzten Werder-Heimspiel gegen Fürth klingt immer noch nach. Daran konnte auch das durchaus aufmunternde 1:1 in Mainz wenig ändern. Es ist weiterhin Abstiegskampf – und die Stimmung in Bremen deshalb gereizt. Daher stellt sich heute beim Heimspiel gegen Schalke (15.30 Uhr) die spannende Frage: Wie verhalten sich die Werder-Fans?

„Ich mache mir keine Sorgen“, behauptet Nils Petersen: „Wir haben es doch selbst in der Hand, dass keine schlechte Stimmung aufkommt.“ Und was ist, wenn es wie in Mainz schon nach wenigen Sekunden einen Rückstand gibt? „Unsere Fans werden uns das verzeihen, weil sie gesehen haben, dass es ein individueller Fehler war und wir danach gemeinsam alles versucht haben, um das wieder geradezubiegen. Das ist uns ja auch gelungen.“

Der Pechvogel von Mainz hieß Assani Lukimya. Sein Bock direkt nach dem Anstoß hatte Mainz schon nach 12,6 Sekunden die Führung beschert. „Das ist abgehakt“, sagt er und blickt nach vorn: „Wir müssen an uns glauben.“ Sorgen, dass die Fans bei ihm nun genau hinschauen und unruhig sein könnten, macht er sich nicht: „Wir können auf dem Platz bestimmen, in welche Richtung es auf den Rängen geht. Wir müssen dafür sorgen, dass der Funke überspringt.“ Wie genau das geschehen soll, beschreibt Petersen: „Unsere Fans müssen zu jedem Zeitpunkt erkennen, dass wir absolut gewillt sind, dieses Spiel gewinnen zu wollen. Sie wollen, dass wir spucken, kratzen, beißen – und das werden wir tun.“

Der letzte Heimsieg liegt über zwei Monate zurück. Am 1. Februar wurde Hannover 96 mit 2:0 niedergekämpft. Danach gab es zwei Pleiten gegen Freiburg (2:3) und Augsburg (0:1) sowie das enttäuschende 2:2 gegen Schlusslicht Fürth. „Wir sind keine Heimmacht mehr“, gesteht Petersen: „Wir müssen es wieder schaffen, dass die Gegner mit Respekt, mit Angst nach Bremen kommen. In der Hinrunde haben wir es doch auch hinbekommen, vor eigenem Publikum richtig gut zu spielen.“

Doch in der Rückrunde ist alles anders. Seit nunmehr sechs Spielen (daheim und auswärts) wartet Werder auf einen Dreier und ist deshalb auch in Abstiegsgefahr geraten. „Die Sehnsucht nach einem Sieg ist groß“, sagt Petersen: „Bei den Fans wird es genauso sein. Deshalb hoffe ich, dass sie uns wieder voll unterstützen. Wir spüren das auf dem Platz, wir brauchen das.“ Ganz speziell gegen den Tabellenvierten Schalke. „Das ist unser schwierigster Gegner in den letzten Wochen“, meint Petersen: „Aber wir dürfen nicht zu sehr auf die Tabelle schauen, sondern müssen uns daran erinnern, dass wir mit solchen Mannschaften eigentlich auf Augenhöhe sein wollten. Das können wir jetzt beweisen.“ Dabei träumt der Angreifer von einem Happy End: „Ich würde nach dem Spiel so gerne mal wieder das Werder-Lied genießen und mit unseren Fans feiern.“ · kni

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