Werder-Kapitän Frings hofft in St. Pauli auf „großen Schritt“

„Wir müssen uns belohnen“

Torsten Frings will mit Werer den Klassenerhalt perfekt machen - ein großer Schritt ist am Samstag möglich.

Bremen - Für beide ist der Hamburger SV der Erzrivale – und beide hatten vor nicht allzu langer Zeit ein Schlüsselerlebnis mit eben diesem HSV. Der FC St. Pauli schlitterte nach dem triumphalen Stadtderbysieg am 16. Februar (1:0) in eine üble Krise.

Werder Bremen holte sich drei Tage später eine heftige 0:4-Auswärtsklatsche ab, fand aber danach in die Erfolgsspur. Jetzt, gut zwei Monate später, stecken sowohl St. Pauli als auch Werder im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga – und treffen am Ostersamstag (15.30 Uhr) im Millerntor-Stadion aufeinander.

Ziemlich schlecht sieht’s für die Hamburger aus, die Vorletzter sind und mit 29 Punkten bereits vier Zähler Rückstand zum rettenden Ufer haben. Schuld daran sind die sieben (!) Niederlagen, die St. Pauli nach dem HSV-Spiel kassierte. Immerhin holte der „Kiez-Club“ zuletzt ein 2:2 in Wolfsburg, spielte dabei ziemlich stark und durchbrach die Pleitenserie.

Training am Mittwoch

Werder-Training am Mittwoch

Werder hingegen driftete in die andere Richtung, ist seit der HSV-Schmach in sieben Partien ungeschlagen und steht deshalb mit 35 Punkten wesentlich besser da als der kommende Gegner. „Wir spielen gut, waren zuletzt fast immer das bessere Team“, meint Kapitän Torsten Frings. Trotz mehrerer günstiger Gelegenheiten haben die Bremer den Klassenerhalt allerdings noch nicht sicher – vor allem wegen der vielen Unentschieden. „Wir haben es nicht geschafft, die Spiele und Ergebnisse über die Zeit zu bekommen. Es hätte schon lange perfekt sein können. Und irgendwann müssen wir uns jetzt mal belohnen“, fordert Frings.

Am besten mit einem Sieg am Samstag, hofft der 34-Jährige: „Dann hätten wir einen großen Schritt gemacht und einen Konkurrenten auf Abstand gehalten.“ Allerdings, weiß Frings, wird’s richtig schwer: „Für St. Pauli ist es die letzte Chance, noch etwas zu erreichen. Die werden alles geben, bis zum Umfallen. Die werden um jeden Millimeter kämpfen – und das müssen wir auch tun.“ Ähnlich denkt Marko Marin. „Das wird ganz schwierig. St. Pauli hat in Wolfsburg stark gespielt. Wir müssen dagegenhalten“, unterstreicht der Mittelfeldmann.

Dass die Bremer die Hamburger am Samstag so gut wie in die Zweite Liga schießen können, tangiert die beiden Bremer nicht. „Da schaue ich nicht drauf“, sagt Marin, ergänzt dann aber noch mit Blick auf seinen Ex-Club, der derzeit Letzter ist: „Lieber wäre es mir, wenn Gladbach drinbleibt.“ Frings gönnt „keiner Mannschaft den Abstieg. Letztlich ist es mir egal, solange wir es nicht sind.“

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