Werder geht selbstbewusst in den Endspurt

„Wir marschieren da jetzt raus und machen das Tor“

Konzentriert und entschlossen: Fin Bartels erwartet von sich und seinen Werder-Kollegen, „dass wir Druck machen und Augsburg niederkämpfen“. - Foto: nph

Bremen - Für Thomas Eichin geht es „ab jetzt um die Wurst“, für Fin Bartels „gibt es nur noch Endspiele“, und Viktor Skripnik fordert: „Es ist ein Heimspiel, da musst du ein bisschen geil sein.“ Mit deutlichen Worten hat der SV Werder den Endspurt im Abstiegskampf eingeläutet. Der beginnt morgen im Weserstadion gegen den FC Augsburg (15.30 Uhr), der auf dem Relegationsplatz direkt unter den Bremern steht. Da droht der Absturz in die Abstiegszone, da winkt aber auch der Aufstieg in der Tabelle.

„Nach oben“, sagt Bartels. Die Fahrt soll nach oben gehen. Und der Mittelfeldspieler weiß auch schon, wie das gegen die bayerischen Schwaben gelingen soll. „Ich erwarte, dass wir Druck machen und Augsburg niederkämpfen“, sagt der 29-Jährige mit größtmöglicher Entschlossenheit. Bartels hat sich auf

das Gespräch mit den Journalisten offenbar bestens vorbereitet und ein selbstbewusstes Auftreten verordnet. Deswegen kommt auf die Frage nach der vermeintlichen Angst bei solch entscheidenden Spielen gegen einen direkten Konkurrenten ein ganz schnelles „Nö, Angst wird bei uns keine Rolle spielen.“ Und sollte trotzdem ein Kollege ins Zweifeln geraten, dann sollte er sich an folgende Bartels-Worte erinnern: „Wir dürfen nicht denken, bloß keinen Fehler zu machen, sondern wir müssen denken: Wir marschieren da jetzt raus und machen das Tor.“

Das Weserstadion soll von Beginn an beben. „Wir müssen zeigen, wer der Herr im Haus ist“, betont Eichin. Eigentlich will der Sportchef keine Sprüche produzieren, die dann „in der Kabine des Gegners hängen“. Aber der Ex-Profi will im Abstiegskampf auch nicht zu kühl rüberkommen. Jetzt geht es schließlich auch um Emotionen. „Wir brauchen Konzentration und Galligkeit – und dabei dürfen wir auch unsere Spielfreude nicht verlieren“, lautet sein Credo. Auf eine spezielle Ansprache vor der Mannschaft quasi als Heißmacher für den Endspurt verzichtet Eichin. „Wer jetzt nicht weiß, worum es geht,

dem ist nicht zu helfen“, glaubt der Sportchef und fügt noch an: „Wenn ich jetzt vor der Mannschaft reden würde, dann würde ich doch dem Trainerteam und der Mannschaft nicht vertrauen. Das wäre Unsinn.“

Eichin rechnet mit einem bestmöglich vorbereiteten Team. Dabei setzt Skripnik mehr auf die eigene Stärke als auf die vermeintlichen Schwächen des Gegners. „Wir müssen an uns glauben“, antwortet er auf die Frage nach dem FC Augsburg. Viel mehr hat der Coach zum abgestürzten Europa-League-Teilnehmer nicht zu sagen – nur noch das: „Wir wollen liefern, denn wir brauchen die drei Punkte mehr als die!“ Es gehe schließlich „ums Überleben“, sagt Skripnik fast schon ein wenig pathetisch.

Der Cheftrainer ist zwar auf der Pressekonferenz vor dem Augsburg-Spiel nicht im totalen Angriffsmodus, er hält auch keine Brandrede, aber er wirkt deutlich emotionaler als in den vergangenen Wochen. „Man muss diesen Druck spüren“, erklärt Skripnik die aktuelle Anspannung bei sich und seinem Team.: „Wichtig ist, wie man mit diesem Druck umgeht. Wir bleiben ruhig, sachlich und professionell.“ Gepaart mit ein paar selbstbewussten Worten Richtung Gegner soll das Werder in die richtige Spur bringen. - kni

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