„Wir machen neue Stars“

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Thomas Schaaf

Zell am Ziller - Vor einem Jahr Torsten Frings und Per Mertesacker, nun Claudio Pizarro, Tim Wiese, Tim Borowski, Marko Marin und wohl auch noch Naldo – Werder gehen die Stars flöten.

Doch Thomas Schaaf findet das nicht schlimm. „Wir machen immer wieder neue Stars“, sagt der Coach und grinst zufrieden: „Unser Ziel ist es doch, Spieler zu entwickeln.“ Dabei verweist er sofort auf den aktuellen Abwanderer: „Naldo kannte doch vor sieben Jahren auch niemand – und dann hat er diese enorme Entwicklung genommen.“ Außerdem, so Schaaf, diese ganzen Stars „sind ja auch älter geworden und viele Jahre bei uns gewesen. Irgendwann kommt dann der Absprung.“

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Allerdings gibt er auch zu, dass er mit diesem radikalen Umbruch im vergangenen und in diesem Jahr nicht gerechnet hat. „Aber es ist nicht so, dass uns das umwirft.“ Schaaf kämpft, er will sich die gerade erst erzeugte Aufbruchstimmung nicht kaputt machen lassen. Und schon gar nicht will er hören, dass die meisten aktuellen Werder-Profis außerhalb von Bremen unerkannt shoppen könnten. „Wir haben schon ein paar Spieler, die sehr bekannt sind. Gerade unsere Jungen haben in der vergangenen Saison ziemlich auf sich aufmerksam gemacht. Wir haben immer noch eine sehr interessante Mannschaft“, betont der 51-Jährige. Dass ihm (wie nun möglicherweise bei Naldo) Leistungsträger abhanden kommen, „ist halt so, wir müssen solche Transfers machen“. Aus wirtschaftlichen Gründen. „Wir können nicht das bieten, was Wolfsburg bietet“, stellt Schaaf noch mal klar – ganz nüchtern, ganz ohne Neid. Er schaut nur auf Werder, mit Bremen will er wieder hoch. Die Mannschaft sei stark genug dafür, glaubt Schaaf. Das Saisonziel internationales Geschäft bleibt – ob mit oder ohne einen Star wie Naldo. · kni

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