Transferliste ist zu – und Werder hat nichts mehr getan / Lösungen finanziell nicht machbar

„Wir hätten uns gern verstärkt“

Die Kandidaten waren finanziell nicht zu stemmen, sagt Werder-Sportchef Klaus Allofs .

Bremen - Von Arne Flügge. Rien ne va plus – nichts geht mehr! Gestern Nacht um 24.00 Uhr schloss die Transferliste. Während andere Bundesliga-Teams noch den einen oder anderen Last-Minute-Wechsel vornahmen, hat sich bei Werder nichts mehr getan. Weder haben die Bremer noch Spieler verpflichtet noch jemanden abgegeben. Warum, verrät Sportchef Klaus Allofs im Interview.

Herr Allofs, warum hat Werder vor Schließung der Transferperiode keinen Spieler mehr verpflichtet?

Wir hätten gern noch jemanden geholt, keine Frage. Doch die Spieler, die auf dem Markt waren und uns hätten helfen können, waren zu teuer. Das war finanziell nicht machbar.

Haben Sie bis zum Schluss alles probiert, um noch Spieler zu bekommen?

Wir hatten einige Kandidaten, die uns gewiss verstärkt hätten. Und wir haben lange überlegt, ob man das stemmen kann. Wir hätten die Mannschaft gern noch stärker gemacht. Doch am Ende war es nicht lösbar. Wir gehören nicht zu den Clubs, die auf kurzfristige Schwierigkeiten reagieren und mal eben einen Spieler für 25 Millionen Euro holen können. Das zeigt, in welchem Umfeld wir uns derzeit bewegen.

Dennoch ist es Werders Anspruch, international dabei zu sein. Ist der derzeitige Kader stark genug, um dem gerecht zu werden?

Das denke ich schon. Wir haben einen starken Kader. Sicherlich ist die Konkurrenzsituation um die internationalen Plätze noch größer geworden. Dennoch muss es das Ziel bleiben, uns für das internationale Geschäft zu qualifizieren.

Reicht der Bremer Kader denn auch in der Breite aus?

Man kann immer sagen: Besser einen zu viel als einen zu wenig. Doch ist das auch immer sinnvoll? Ich denke, unser Kader ist auch in der Breite ausreichend besetzt. Ich erinnere nur an die derzeit verletzten Spieler wie Hugo Almeida, Markus Rosenberg, Sebastian Prödl und Daniel Jensen, die ja noch zurückkommen werden.

Derzeit fährt Thomas Schaaf lieber mit 16 Profis los. Jurica Vranjes, Dusko Tosic und Said Husejinovic werden nicht mehr berücksichtigt. Ist das nicht ein Risiko?

Nein, warum? Es dürfen ohnehin nur drei eingewechselt werden. Wenn der Trainer nicht davon überzeugt ist, dass uns diese Spieler momentan weiterhelfen, dann macht es auch keinen Sinn, sie mitzunehmen.

Alle Drei haben keinen Club gefunden, bleiben also. Wird sich die Situation der Spieler ändern oder sind sie jetzt komplett aus dem Kader verbannt?

Das hängt von den Leistungen ab, die sie künftig im Training bringen.

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