Mertesacker vor dem Bayern-Spiel kämpferisch / Riesenrespekt vor Robben

„Wir haben niemals Angst“

„Bayern hat die bestbesetzte Mannschaft.“ Dennoch will Abwehrchef Per Mertesacker heute mit Werder gewinnen.

Werder-Bremen - Von Malte Rehnert und Ole Schlabers · Beim Studium des nächsten Gegners dürfte Thomas Schaaf ein leicht mulmiges Gefühl beschlichen haben. Der FC Bayern München, der heute Nachmittag (15.30 Uhr) im Weserstadion zu Gast ist, schoss erst Kaiserslautern (5:1) und dann im Pokal Aachen (4:0) ab.

Beim Rekordmeister läuft’s auf dem Platz wie geschmiert – vor allem in der Offensive, wo Mario Gomez, Thomas Müller und nun auch wieder Arjen Robben mächtig wirbeln. „Einige bei Bayern haben einen Lauf. Vor allem Mario Gomez, der hat einen richtig schönen Lauf, eine hervorragende Quote“, schwärmt Schaaf.

Abschlusstraining bei Werder Bremen

Abschlusstraining bei Werder

Der Bremer Coach weiß, dass es „schwer sein wird, ihn zu stoppen“. Das gelte aber nicht nur für Gomez, sondern „auch für seine Kollegen“ – vor allem Arjen Robben und Thomas Müller. „Bayern ist sehr stark, sehr effektiv“, weiß Schaaf und fordert: „Wir müssen sie eingrenzen. Ich bin gespannt, wie wir den Gegner in Not bringen können – und wie viel wir selbst über uns ergehen lassen müssen.“

Vor fast genau einem Jahr war das eine ganze Menge. Beim letzten Auftritt im Weserstadion am 23. Januar gewann Bayern zwar „nur“ 3:2, hatte aber gegen häufig viel zu weit aufgerückte Bremer Chancen für mehrere Spiele. „Realistisch gesehen hätten wir zehn Treffer erzielen müssen“, hatte Siegtorschütze Robben damals gesagt. Der turboschnelle Niederländer war nie zu halten gewesen, hatte die wacklige Werder-Defensive unter Dauerfeuer gesetzt. Gut für Bayern, schlecht für Werder: Rechtzeitig zum Nord-Süd-Klassiker ist Robben nach seiner langwierigen Oberschenkelverletzung wieder richtig fit. Gegen Lautern traf er ebenso wie in Aachen. „Wie ich sehe, ist Robben immer noch so schnell wie früher“, schmunzelt Werders Sebastian Prödl. Und Innenverteidiger-Kollege Per Mertesacker urteilt: „Robben ist das Maß der Dinge.“ Bayern habe laut Mertesacker „die bestbesetzte Mannschaft“ – und Werder „natürlich Respekt“. Fürchten müssten sich die Bremer aber nicht. „Wir haben niemals Angst“, betont Mertesacker.

Insgesamt spricht allerdings nicht viel für Werder. Mut machen allenfalls die bayerische Auswärtsschwäche (nur zwei Siege) und die starken Leistungen in der Hinrunde in München. Erst gab’s ein 0:0 in der Liga, dann ein knappes 1:2 im DFB-Pokal. „Besonders im Pokal waren wir nah dran. Da sind wir kompakt aufgetreten, haben wenig zugelassen und selbst viele Chancen gehabt“, erinnert sich Schaaf: „Wir wissen, dass wir uns durchsetzen können.“

Dass den Bremern solche Auftritte bislang nur selten gelungen sind und sie nur 14. sind, wundert sogar Bayern-Coach Louis van Gaal: „Es ist eigentlich unglaublich, dass sie da stehen, wo sie stehen. Sie haben fast dieselbe Mannschaft, die letzte Saison das Pokalfinale erreicht hat und international sehr gut vertreten war.“

Sorgen macht sich der Niederländer (fast) keine – nur ein wenig um den Rasen: „Auswärts sind die meisten Plätze nicht so gut. Da müssen wir dauernd mit langen Bällen spielen. Aber das will ich nicht – das ist nicht attraktiv.“

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