Raus in Runde eins bei einem Drittligisten – kann Werder es nicht mehr besser?

„Wir haben einen großen Schaden angerichtet“

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Ansprache vor dem Training am Tag nach der Blamage. Thomas Schaaf redet, bei den Spielern hängen die Köpfe. ·

Heidenheim · Am Ende musste in Heidenheim eine Polizeieskorte her – sie machte Werder den Weg frei. Wohin der in dieser Saison führt? Nicht mehr ins Pokalfinale nach Berlin – so viel ist seit der 1:2 (1:0)-Blamage klar.

Und für die am Samstag mit dem Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern beginnende Bundesliga-Saison müssen die Bedenken groß sein. Mittelmaß könnte für Werder Bremen erneut das Maximum sein. Die Argumente für diese These lieferte die Mannschaft am Samstag selbst.

Training am Sonntag

Werder-Training am Sonntag

Ohne inneres Feuer waren die Spieler die Aufgabe beim Drittligisten 1. FC Heidenheim angegangen, leidenschaftslos hatten sie verdient verloren und den Lieblingswettbewerb DFB-Pokal mit Schimpf und Schande verlassen. Raus in Runde eins – das war zuletzt vor fünf Jahren beim FK Pirmasens passiert.

Werder in der Einzelkritik

Werder Bremen - 1. FC Heidenheim: Die Noten

Diese Wunde ist längst verheilt, die neue blutet noch. Laut Klaus Allofs klafft sie sogar. „Es ist ein großer Schaden, den wir angerichtet haben“, seufzte der Sportdirektor. Sportlich ein „Riesen-Rückschlag“, für das Image eine Katastrophe und der Killer für finanzielle Wunschträume. Millionen, die in späteren Runden zu verdienen gewesen wären, kassieren nun andere. Werder geht leer aus. Und das in der ohnehin schon prekären Lage. Allofs sagt: „Wir haben die Mannschaft ganz klar auf die besondere Bedeutung des Wettbewerbs hingewiesen.“ Genutzt hat es nichts. Wieso? Das ist die große Frage, die sich jeder gefallene Favorit nach einer Pokalsensation stellt. Die Antworten sind dabei stets die gleichen: Die Einstellung stimmte nicht. „Heidenheim“, bekannte Clemens Fritz, „hat es uns vorgemacht. Die haben gekämpft, sind mit Leidenschaft aufgetreten.“ Werder nicht, das konnte Fritz nicht leugnen: „Wenn man bei einem Drittligisten ausscheidet, hat natürlich etwas gefehlt.“ Was? Neben dem nötigen Boss vor allem das Tempo. Allofs beschreibt, was jeder sehen konnte: „Wir haben es nicht geschafft, schnell zu kombinieren, schnell umzuschalten. Dabei muss man das Tempo immer hochhalten und so den Widerstand des Gegners brechen.“

Bilder vom Spiel gegen Heidenheim

Werder Bremen gegen 1. FC Heidenheim

Die Worte sind nicht neu. Schon oft wurden sie bei Werder so oder in abgweandelter Form gesprochen. Speziell in der vergangenen Saison. Ein nachhaltiger Lerneffekt hat sich dennoch nicht eingestellt. Was den Verdacht erhärtet, dass die aktuelle Bremer Mannschaft entweder beratungsresistent ist oder es einfach nicht besser kann. Beide provokanten Vermutungen werden von Allofs und Trainer Thomas Schaaf zurückgewiesen. „Was wir hier gezeigt haben, entspricht nicht unseren tatsächlichen Fähigkeiten“, behauptete der Vorstandsvorsitzende. „Wir haben in der Vorbereitung schon deutlich bessere Spiele gezeigt“, argumentierte Schaaf.

In der schwäbischen Fußball-Provinz war aber gar nichts gut – mit Ausnahme des 1:0 durch Markus Rosenberg (33.). Nach der Pause hätte Marko Marin per Elfmeter die Entscheidung herbeiführen können – er scheiterte. Und machte den Gegner damit erst richtig stark. Nur sechs Minuten nach Marins Fehlschuss traf erst Christian Sauter per Freistoß (57.) und kurz darauf Marc Schnatterer nach einem Blackout der Bremer Defensive. Fazit Allofs: „Wir haben versagt.“ Volltreffer. · csa

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