Schaaf: „Schwierige Situation“

„Wir fühlen uns als Nummer eins“

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Die Aktualität spricht für Hannover, doch Klaus Allofs gibt der Vergangenheit den Vorrang. Für ihn ist Werder immer noch das Top-Team im Norden. ·

Bremen - Es ist die ewige Frage vor Duellen mit dem Hamburger SV oder Hannover 96: Wer ist die Nummer eins im Norden? Jahrelang gab es nur eine Antwort auf diese Frage: Werder Bremen, der Dauergast in der Champions League.

Doch die jüngere Vergangenheit gehörte Hannover. Während Werder im Mittelmaß versank, startete 96 durch, spielt in dieser Saison zum zweiten Mal in Folge in der Europa League. Also: Neue Antwort Hannover?

Nein, sagt Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs: „Wir fühlen uns immer noch als Nummer eins im Norden.“ Argumente: Die Champions-League-Teilnahmen (sechsmal in sieben Jahren), die Ewige Bundesliga-Tabelle – da sei Werder ein gutes Stück voraus. „Aber das ist alles nicht entscheidend“, sagt Allofs mit Blick auf die Partie morgen bei 96: „Ob du die Nummer eins, zwei, drei oder vier im Norden bist, zählt dann nicht. Dann musst du gewinnen.“

Training am Donnerstag

Werder-Training am Donnerstag

Und das wird für Werder sehr schwer, ahnt Trainer Thomas Schaaf. Denn Hannover, Sechster der Vorsaison, ist erfolgreich durch die Europa-League-Qualifikation gerauscht, hat in der Liga zuletzt beim VfL Wolfsburg mit 4:0 triumphiert. „Die Mannschaft ist hervorragend in Form. Es ist toll, was sie gezeigt hat. Wir treffen auf ein gefestigtes Team, das wird eine interessante Angelegenheit.“

Die Profis trudeln beim Training ein

Werders Profis im Freizeit-Look

Ganz bestimmt sogar. Denn Werder steht auf dem Prüfstand. Kann das neu formierte Team die guten Eindrücke aus den ersten beiden Ligaspielen bestätigen? Oder hat die Länderspielpause zu einem Bruch geführt? Die Spieler, gibt Schaaf zu, stehen vor einer „verdammt schwierigen Situation. Sie müssen die Länderspiele abhandeln, wegpacken. Und sich gleich auf die neue Aufgabe konzentrieren.“ Damit das gelingt, hat der Coach die Mannschaft bereits am Mittwoch ins Gebet genommen, sie in einer 45-minütigen Sitzung auf Hannover eingestimmt.

Dort zu gewinnen, ist die Vorgabe. Doch seit nunmehr 19 Partien sind die Niedersachsen im eigenen Stadion ungeschlagen. Eigentlich eine beeindruckende Serie. Jedoch nicht für Werder-Keeper Sebastian Mielitz. Na und, sagt er: „Jede Serie geht einmal zu Ende.“ Vielleicht die von Hannover 96, vielleicht die von Werder Bremen als gefühlte Nummer eins im Norden. · csa

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