So will Werder heute gegen Frankfurt den Klassenerhalt schaffen

Essen, spazieren, sprechen, siegen

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Bremen - Von Björn Knips. Um 14 Uhr soll der Werder-Bus am Parkhotel starten. Doch bei besonders brisanten Spielen sind die Profis ungeduldig und sitzen meistens schon ein bisschen früher auf ihren Plätzen. Und heute ist ein ganz, ganz, ganz besonderes Spiel – ein Endspiel, das große Finale um den Klassenerhalt. Mit einem Sieg hat es Werder geschafft, mit einem Unentschieden geht es in die Relegation, mit einer Niederlage vielleicht direkt in Liga zwei. Ein Riesendruck, dem mit viel Routine begegnet wird.

Gestern Abend checkte die Mannschaft im Bremer Parkhotel ein – wie immer vor Heimspielen. Der Kurztrip nach Verden vor zwei Wochen war eine Ausnahme. Am Abend gab es noch eine Videoanalyse. Der Gegner wurde ausführlich vorgestellt, genauso wie das eigene taktische Vorhaben. Ein gemeinsames Essen gehörte ebenfalls zum Routineprogramm. Dann war Bettruhe. Zwei Spieler teilen sich in der Regel ein Doppelzimmer, nur die ganz großen Schnarcher dürfen alleine schlafen.

Einen Weckruf von Trainer Viktor Skripnik gibt es heute nicht. Jeder darf aufstehen, wann er will. Doch bis 9.30 Uhr müssen alle gefrühstückt haben. So hat es schon Thomas Schaaf gehalten. Sein Nachfolger Robin Dutt bat dagegen zum gemeinsamen Frühstück.

Gegen 10 Uhr bricht der Werder-Tross dann auf – noch nicht ins Stadion, sondern in den angrenzenden Bürgerpark. Ein Spaziergang, um erst gar keine Langeweile aufkommen zu lassen und den Körper in Bewegung zu bringen. Dabei wird der eine oder andere Spieler auch schon mal davon unterrichtet, dass er später in der Startelf stehen oder zunächst nur als Joker auf der Bank Platz nehmen wird. Für die ganze Mannschaft wird das Geheimnis der Anfangsformation dann um 11.45 Uhr gelüftet. Teambesprechung. Skripnik und sein Trainerteam mit Torsten Frings, Florian Kohfeldt und Christian Vander reden 20 Minuten lang auf die Profis ein und machen ihnen vor allem eines: Mut. Der wird heute ganz entscheidend sein.

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Danach geht es gemeinsam ans Buffet. Fleisch, Gemüse, Nudeln – jeder wählt aus, was sein Körper gut drei Stunden vor dem Spiel am meisten braucht und am besten verarbeitet. Nach gut einer halben Stunde sind alle satt – und jeder zieht sich noch mal auf sein Zimmer zurück. Eine kurze Ruhephase vor dem großen Sturm – und natürlich Sachen packen. Wobei die Profis nicht viel dabei haben: ein kleines Rollköfferchen und ihren Kulturbeutel. Alles, was sie zum Fußballspielen benötigen, liegt schon in der Kabine im Weserstadion – vorbereitet vom Zeugwart.

Der Zeiger rückt Richtung zwei Uhr. Es wird ernst. Die ganz Ungeduldigen sitzen schon ein paar Minuten vor der geplanten Abfahrt im Bus. Manchmal startet das grün-weiße Ungetüm dann auch ein bisschen früher. Heute wäre das durchaus ratsam. Die Anfahrt könnte trotz Polizeieskorte etwas länger dauern, schließlich wartet am Weserstadion die bislang größte „greenwhitewonderwall“.

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