Löw nominiert Aufgebot für das Aserbaidschan-Spiel und verzichtet auf Adler und Neuer

Wieses Aktien sind gestiegen

Gute Aussichten: Bremens Torwart Tim Wiese genießt das Vertrauen von Bundestrainer Joachim Löw.

Werder-Bremen - FRANKFURT (sid/csa) Torwart Tim Wiese und U 21-Europameister Sami Khedira sind zum Auftakt der WM-Saison die ersten Gewinner in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft: Während der Stuttgarter Khedira beim WM-Qualifikationsspiel gegen Aserbaidschan in Baku am 12. August (18.00 Uhr/ARD live) vor seinem Debüt in der A-Nationalmannschaft steht, hat der Bremer Wiese hinter Stammkeeper Robert Enke als Nummer zwei im Rennen mit Rene Adler und Manuel Neuer derzeit offensichtlich die Nase vorne.

„Neuer und Adler sind ohne Frage überaus talentierte Torhüter und haben sich zuletzt in den Fokus gespielt, doch Robert Enke hat in drei der letzten fünf Länderspiele im Tor gestanden und zuletzt gegen China überragend gehalten. Tim Wiese hat in der Rückrunde der vergangenen Bundesliga-Saison konstant gute Leistungen gebracht. Deshalb genießen die beiden für das Spiel in Aserbaidschan unser volles Vertrauen“, erklärte Bundestrainer Joachim Löw gestern bei der um einen Tag vorgezogenen Kader-Bekanntgabe.

Löw stellte allerdings klar, dass im Rennen um die Nummer eins im deutschen Tor für die WM 2010 in Südafrika weiterhin alle vier Keeper Chancen haben: „Das ist keine endgültige Entscheidung für die nächsten Begegnungen. Wir haben derzeit vier sehr gute Torhüter zur Auswahl, und schon bei den Länderspielen im September gegen Südafrika und Aserbaidschan kann es eine andere Konstellation geben.“

Wiese will seine Position derweil nicht nur halten, sondern noch ausbauen. „Ich will auf der Pyramide ganz nach oben, doch da bin ich noch nicht angelangt. Ich bin in der Mitte. Aber ich will die Nummer eins sein, das ist mein Ziel“, sagte der 27-Jährige gegenüber dieser Zeitung.

Neben dem Stuttgarter Khedira wurde in Mesut Özil von Werder Bremen ein weiterer U 21-Europameister ins 20-köpfige Aufgebot berufen. Der bereits mehrfach für die DFB-Auswahl nominierte, aber verletzungsbedingt noch nicht eingesetzte Khedira wird gegen Aserbaidschan voraussichtlich die Rolle im defensiven Mittelfeld von Simon Rolfes übernehmen. Der Leverkusener Rolfes wurde wegen Trainingsrückstands wie auch Abwehrspieler Andreas Beck von 1899 Hoffenheim nicht nominiert.

Keine Rolle spielt bei Löw derzeit der Bremer Mittelfeldspieler Torsten Frings.

Angeführt wird der Kader für die Partie gegen Aserbaidschan von DFB-Kapitän Michael Ballack, der nach überstandenem Zehenbruch wieder voll einsatzfähig ist. Im Angriff erneut nominiert wurde auch der gebürtige Brasilianer Cacau.

Insgesamt verzichtete Löw bei der Fortsetzung der „Afrika-Safari“ auf größere Experimente. „Dass wir vor dem ersten Bundesliga-Spieltag das Aufgebot für eine so wichtige Begegnung der WM-Qualifikation benennen müssen, ist eine nicht ganz leichte Situation. Aus diesem Grund haben wir entschieden, überwiegend auf Akteure zurückzugreifen, die wir gut kennen“, sagte Löw.

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