Wiesenhof-Chef Wesjohann erklärt, warum sein Unternehmen Pizarro mitfinanziert

„Es ist uns eine Ehre, dass wir mithelfen konnten“

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Peter Wesjohann fühlt sich mit Werder emotional sehr verbunden.

Bremen/Visbek - Es ist eine der ungewöhnlichsten Spielerverpflichtungen in der Werder-Geschichte. So trug auch Hauptsponsor Wiesenhof zur Rückholaktion von Claudio Pizarro bei. Firmenchef Peter Wesjohann (46) verrät im Interview zwar nicht, wie viel Geld der Geflügelproduzent beisteuert, aber er erläutert die Beweggründe.

Herr Wesjohann, haben Sie schon ein Pizarro-Trikot?

Peter Wesjohann: Leider nein. Ich hatte bislang noch keine Zeit, aber das werde ich bestimmt nachholen – vor allem für meine Söhne, die sind glühende Werder-Fans.

Werder-Sportchef Thomas Eichin hat betont, dass Wiesenhof der Verpflichtung von Claudio Pizarro den nötigen Rückenwind verliehen hat. Was genau haben Sie gemacht?

Wesjohann: Wir haben ein wenig mitgeholfen. Wie genau, das ist nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Aber wir freuen uns, dass wir mithelfen konnten. Wir sind ja auch Fans! Die Entwicklung der Mannschaft liegt uns sehr am Herzen. Es ging hier ja nicht nur um Pizarro, wir sind davon überzeugt, dass dieser Wechsel dem ganzen Team gut tut. Wir haben ein sehr emotionales Verhältnis zu Werder. Genauso wie viele unserer Mitarbeiter. Da hat man schon gespürt, dass Pizarro etwas Besonderes ist.

Haben Ihnen Ihre Mitarbeiter etwa Dampf gemacht?

Wesjohann: Nein. Aber man hat gemerkt, wie das Pizarro-Fieber steigt. Das war nicht nur bei uns so, sondern in ganz Bremen und umzu.

Hat Sie das überrascht?

Wesjohann: Nein. Ich bin selbst Fan, bin hier Vorsitzender eines Fußball-Vereins, meine Söhne spielen Fußball. Ich lebe also auch ein bisschen Fußball. Claudio Pizarro ist meiner Meinung nach immer noch einer der besten Stürmer der Bundesliga. Und er war schon so oft hier, er ist einfach ein Bremer Junge. Deshalb freuen sich alle so.

Wird Claudio Pizarro Nachfolger von Oliver Kahn und damit der neue Werbestar von Wiesenhof?

Wesjohann: Darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht. Aber das ist eine gute Idee, das nehme ich mal auf.

Herr Wesjohann, so ganz mag man Ihnen das nicht glauben. Sie wünschen sich doch sicher eine Gegenleistung für Ihren Einsatz oder wollen zumindest Ihr Image stärken?

Wesjohann: Es ging uns wirklich nicht ums Image. Natürlich sind wir kein normaler Sponsor, das wissen wir. Für uns ist Werder eine sehr emotionale Angelegenheit. Wir sind alle Fans. Deshalb hat das auch viel Spaß gemacht. Es ist uns eine Ehre, dass wir mithelfen konnten, so einen Spieler wie Pizarro zurückzuholen.

Am Ende der Saison läuft der Sponsoringvertrag zwischen Wiesenhof und Werder aus. Wie geht es danach weiter?

Wesjohann: Wir sind in den Gesprächen. Wenn es etwas zu vermelden gibt, dann werden wir das tun.

Aber nach dieser emotionalen Geschichte mit Pizarro kann Wiesenhof doch gar nicht aussteigen…

Wesjohann: Wir sind ja in Gesprächen…

Was erwarten Sie von Pizarro?

Wesjohann: Wenn er fit ist und gesund bleibt, dann wird er ganz sicher das eine oder andere Tor machen. Und er wird die Mannschaft stärker machen. Die jungen Spieler können viel von ihm lernen und in seinem Schatten reifen.

Was erwarten Sie von Werder?

Wesjohann: Ich hoffe, dass wir in der Lage sind, um Platz sechs mitzuspielen. Aber ich weiß natürlich auch, dass die Bundesliga sehr ausgeglichen ist.

kni

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