Wiese tritt das Gaspedal schon jetzt ganz durch

Im engsten Kandidatenkreis für die WM: Werder-Torwart Tim Wiese.

Werder-Bremen - BREMEN (flü) n Freitag geht’s für Werder ins Trainingslager nach Norderney. Kondition bolzen ist dort traditionell angesagt. Und während die meisten seiner Kollegen schon jetzt mit Grausen an die Nordseeinsel denken, freut sich Tim Wiese sogar darauf.

Denn der Werder-Torwart steht schon voll im Saft. Über eine Woche lang absolvierte der 27-Jährige in seinem österreichischen Urlaubsort zweieinhalb Stunden am Tag „volle Pulle Aufbautraining“, wie der Keeper selbst sagt.

Knapp eine Stunde Laufen, dann Spezialtraining mit seinem Tennislehrer Tibor, einem Bulgaren, den er vor Jahren im Urlaub kennengelernt hat. „Wir geben richtig Gas, machen ganz spezielle Übungungen für die Schnelligkeit, Wendigkeit und Leichtfüßigkeit“, erzählt Wiese, der bereits während seiner ersten Urlaubsstation in Dubai jeden Abend „eine Stunde lang am Strand“ gelaufen ist.

In Österreich wurde das Programm noch einmal intensiviert. „Wir legen Wert auf diese besonderen Übungen, um mein Leistungsvermögen noch weiter zu verbessern“, erklärt Wiese und grinst: „Natürlich spielen wir zum Abschluss dann auch eine Runde Tennis.“

Wiese tritt bereits vor dem offiziellen Saisonauftakt das Gaspedal durch – Bundestorwarttrainer Andreas Köpke wird das freuen. Der Ex-Nationalkeeper hat sich jetzt festgelegt, dass Wiese neben Robert Enke (Hannover), Rene Adler (Leverkusen) und Manuel Neuer (Schalke) zu den vier Torhütern gehört, von denen drei im kommenden Jahr zur WM nach Südafrika fahren. „Nun müssen wir entscheiden, wer bei der WM dabei ist – und wer die WM spielen wird“, sagte Köpke am Rande des 2. internationalen Torwartkongresses in München. Bis wann die Entscheidung fallen soll, ließ der frühere Profi allerdings offen: „Wir haben da kein Datum festgelegt. Wenn wir das Gefühl haben, es ist soweit, werden wir es bekanntgeben.“

Zeit genug also noch für Tim Wiese, sich dem Bundestortwarttrainer mit starken Leistungen und Ehrgeiz aufzudrängen. Denn: Spielt Wiese erneut so eine starke Saison wie die abgelaufene, dürfte Köpke nicht an dem Bremer vorbeikommen. Doch darüber macht sich Tim Wiese derzeit noch keine Gedanken. „Natürlich wäre es ein Traum für mich, bei der WM dabei zu sein, doch ich muss jetzt erstmal auf mich schauen, meine Leistung abrufen“, meint der Torwart. Alles andere komme dann von allein.

Unter besonderen Druck setzt er sich dabei nicht. „Das bringt nichts“, weiß Wiese. Wichtiger sei, sich ganz auf sich und seine Arbeit zu konzentrieren und von außen nicht zu viel an sich heranzulassen.

Köpke indes konkretisierte die Anforderungskriterien für die deutsche Nummer eins schon mal: „Er muss Fußball spielen können, möglichst mit links und rechts. Er muss ein Spiel lesen können, eine Art Libero spielen, Gegenangriffe einleiten, möglichst Abwürfe haben wie Manuel Neuer, nicht nur den Fünf-, sondern den 16-Meter-Raum beherrschen, eine Persönlichkeit haben und seine Abwehr bis hinein ins Mittelfeld dirigieren können.“

Alles Forderungen, die Tim Wiese in der vergangenen Spielzeit mehr oder minder bereits erfüllt hat. Was auch dem Bundestorwarttrainer nicht verborgen geblieben ist: „Tim hat sein Spiel umgestellt und spielt offensiver“, lobt Köpke. „Das Wichtigste ist aber doch, die Bälle zu halten“, schmunzelt Wiese. Und dass er das kann, steht außer Frage . . .

Werder-Training am Donnerstag

Werder-Training am Donnerstag

Zehn Wohntrends 2017 - aktuelle Hits im Möbelhaus

Zehn Wohntrends 2017 - aktuelle Hits im Möbelhaus

Alexander Zverev und Kohlschreiber weiter - Djokovic raus

Alexander Zverev und Kohlschreiber weiter - Djokovic raus

Lawine verschüttet Hotel in Italien - viele Tote

Lawine verschüttet Hotel in Italien - viele Tote

Meistgelesene Artikel

Sane verrät: Sertic ist sehr interessiert

Sane verrät: Sertic ist sehr interessiert

Bereit für Dortmund

Bereit für Dortmund

Für Tuchel beginnt in Bremen die Reifeprüfung

Für Tuchel beginnt in Bremen die Reifeprüfung

Hoffen auf Delaney, Kritik an Kruse

Hoffen auf Delaney, Kritik an Kruse

Kommentare