Schaaf und Allofs wollten ihn nicht mehr

Wiese ist schneller als Werder

Bremen - Tim Wiese hat Schluss gemacht, doch die Beziehung zwischen ihm und Werder wäre ohnehin nicht mehr zu retten gewesen. Der Bundesligist hatte sich längst entschieden, ab Sommer nicht mehr auf die (zu teuren) Dienste des Keepers zu setzen.

So deutlich mag das zwar weder Clubchef Klaus Allofs noch Trainer Thomas Schaaf sagen – vermutlich aus Respekt vor dem Spieler –, doch alle Aussagen sprechen dafür. „Tim hat es mir mitgeteilt, ich habe das hingenommen“, berichtete Schaaf in einem Höchstmaß von Emotionslosigkeit vom Vier-Augen-Gespräch mit dem Keeper am Mittwochabend. Der Coach hatte keine Hunderstelsekunde überlegt, den Nationalspieler umzustimmen oder zumindest in den Darüber-reden-wie-noch-einmal-Modus zu bewegen. Und Allofs verriet: „Wir haben Tim kein Angebot gemacht. Wir haben auch nicht über Zahlen gesprochen. Wir wussten ja, was eine Weiterverpflichtung finanziell für Werder bedeutet.“ 2,8 Millionen Euro soll Wiese jährlich bekommen. Geld, das der Club lieber woanders einsetzt. Ein neuer Torwart wird jedenfalls nur einen Bruchteil von Wieses Gehalt bekommen – so wie jetzt schon Sebastian Mielitz.

Den kann sich Wiese zwar als Erben vorstellen, warnt aber: „Es ist etwas anderes, die Nummer eins zu sein. Da werden dir keine Fehler mehr verziehen, da musst du den Laden dichthalten.“ Wiese kann das – und will das bald wieder in der Champions League beweisen: „Ich gehe davon aus, dass ich dort wieder spielen werde.“ Einen Favoriten hat der 30-Jährige nach sieben Spielzeiten bei Werder bereits im Kopf. Vieles deutet auf den FC Schalke hin, aber auch der AC Mailand ist im Gespräch. Jetzt will Wiese aber noch für Werder Vollgas geben, „und vielleicht komme ich irgendwann zurück und baue hier ein Haus“. · kni

Werder-Training am Donnerstag

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