Elfer gehalten, dann trafen Pizarro und Mertesacker

Wiese rüttelt Werder wach – 2:0

FLUGEINLAGE MIT Folgen: Hoffenheims Maicosuel landet schon wieder, Werder-Keeper Tim Wiese schaut hinterher. Nach dieser Szene gab’s Elfmeter für die Gäste, doch der starke Bremer Torwart parierte – und weckte damit seine Teamkollegen.

Bremen. So langsam aber sicher wird einem Werder Bremen unheimlich. Auch im Verfolgerduell gestern gegen die spiel- und offensivstarke TSG 1899 Hoffenheim ließen die Hanseaten nichts anbrennen und setzten sich schlussendlich verdient mit 2:0 (2:0) durch.

Zum fünften Mal in Folge haben die Bremer nun in der Liga zu Null gespielt und damit Platz vier mit Tuchfühlung zur Spitze gefestigt. Seit nunmehr 13 Pflichtspielen in Serie ist Werder ungeschlagen. Doch von der Meisterschaft wollte Kapitän Torsten Frings (noch) nichts wissen. „Wir haben erst neun Spiele absolviert. Sicherlich dürfen wir uns jetzt freuen und den Erfolg genießen. Doch wir müssen auf dem Teppich bleiben.“

Özil als Vorbereiter

Die ersten knapp 20 Minuten gestern waren Beweis genug dafür, dass noch längst nicht alles Gold ist was glänzt. Werder kam überhaupt nicht in Fahrt, Hoffenheim war die bessere Mannschaft. „Da waren wir klar Chef im Ring“, sagte Trainer Ralf Rangnick. Und auch Werder-Sportchef Klaus Allofs musste erkennen: „Wir haben eine Anlaufzeit gebraucht.“

Dass Werder die schadlos überstand, hatten die Bremer Tim Wiese zu verdanken. In der 14. Minute hielt der Keeper einen schwach geschossenen Elfmeter von 1899-Spielmacher Carlos Eduardo. Wiese soll zuvor Stürmer Maicosuel gefoult haben. „Das war nie und nimmer Elfmeter“, ereiferte sich der 28-Jährige nach der Partie, „ich spiele zuerst den Ball, dann gab es eine leichte Berührung.“

Doch Schiedsrichter Knut Kircher hatte das anders gesehen und zeigte auf den Punkt. Wie ein Hampelmann hüpfte Wiese dann auf der Linie auf und ab – und „der Psychotrick hat offenbar Erfolg“, grinste der Torwart später.

Es war die wohl spielentscheidende Szene. „Tim hat uns mit dem parierten Elfmeter in der Partie gehalten“, lobte Frings seinen Kollegen. Und auch Allofs fand: „Diese Situation war ein Weckruf für uns.“

In der Folgezeit kam Werder immer besser ins Spiel, benötigte allerdings zwei Standardsituationen, um zum Erfolg zu kommen. Zunächst köpfte Claudio Pizarro nach einem Eckball von Mesut Özil das 1:0 (18.), ehe der gestern überragende Per Mertesacker nach einem Freistoß von Özil zur Stelle war und den Ball zum Bremer 2:0 (22.) über die Linie drückte. Nicht nur wegen seines Tores war der Nationalverteidiger der beste Mann auf dem Platz. Mertesacker hatte zudem die schier unglaubliche Quote von 100 Prozent (!) gewonnenen Zweikämpfen. „Wir haben alle gut nach hinten gearbeitet“, sagte der 25-Jährige bescheiden: „Es ist uns gelungen, die tödlichen Pässe von Eduardo zu unterbinden.“

Dennoch mussten die Bremer in der zweiten Halbzeit lange zittern, um den Sieg unter Dach und Fach zu bringen. Hoffenheim war die aktivere Mannschaft, ohne jedoch zwingend zu Chancen zu kommen. Werder hätte auf der anderen Seite die sich bietenden Räume viel besser ausnutzen müssen. „Wir haben unsere Konter nicht gut genug gefahren“, monierte Wiese, der nach dem Abpfiff der wohl glücklichste Bremer war: Elfmeter gehalten, zum „Man of the Match“ gewählt und in der Bundesliga jetzt seit 619 Minuten ohne Gegentor. „Was gibt es denn Schöneres für einen Torwart?“, jubelte der Keeper.

Torsten Frings sah das gestrige 2:0 über Hoffenheim freilich lieber als einen Erfolg der ganzen Mannschaft. „Wir haben uns vorgenommen, unser Tor bis aufs Blut zu verteidigen. Das hat uns im letzten Jahr komplett gefehlt“, begründete der Bremer Kapitän die enorme Defensivstärke seiner Truppe in den vergangenen Wochen.

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