„Die Gegentore nerven“ / Halbfinale gegen Augsburg ist für Werder ein Endspiel

Wiese hat die Nase voll

Gegen Bochum war’s ihm deutlich anzusehen: Werder-Keeper Tim Wiese ist ziemlich sauer auf seine Kollegen.

Von Arne Flügge · Tim Wiese war ziemlich ungehalten. Wieder einmal hatte sich der Torwart von Werder Bremen beim 3:2 (0:1)-Erfolg gegen den VfL Bochum zwei Treffer eingefangen, die so unnötig waren wie ein Kropf.

„Es nervt einfach, so viele Tore zu kassieren“, grantelte Wiese und fügte angesichts des DFB-Pokalhalbfinals morgen Abend (20.30 Uhr/ZDF) gegen Zweitligist FC Augsburg mahnend an: „Das darf nicht mehr passieren. Vieles im Defensivverhalten muss sich ändern, damit wir keine böse Überraschung erleben.“

Werder Bremen - Vfl Bochum

Auch Torschütze Claudio Pizarro war verärgert: „Bochum ist eigentlich schlechter als Valencia, aber wir haben wieder nur reagiert, deswegen hatten wir die gleichen Probleme. Wir müssen klären, warum das nicht lief. Wir dürfen nicht mehr so einfache Gegentore bekommen, denn dieses Anrennen, das Aufholen kostet uns die Kraft, die wir im Endspurt der Saison brauchen.“

Immerhin hatte einer seinen Humor nicht verloren – Marko Marin: „Sicher haben wir wieder unnötige Tore bekommen, aber es werden doch immer weniger. Gegen Valencia waren es vier, heute nur noch zwei . . .“

Doch selbst eines könnte morgen Abend gegen Augsburg schon zu viel sein. Der Zweitligist kommt mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen ins Weserstadion und hat als Außenseiter nichts zu verlieren. „Der Respekt ist da, wir müssen uns optimal vorbereiten. Ich schätze Augsburg noch stärker ein als St. Pauli“, impfte Sportchef Klaus Allofs seinen Spieler schon einmal ein, dass die Partie morgen bei weitem kein Selbstgänger wird. Gegen die Hamburger hatte Werder in der zweiten Runde des DFB-Pokals mit Ach und Krach 2:1 gewonnen. „Dieses Spiel ist für uns ein Endspiel“, betonte Allofs. Denn der Sportchef weiß nur zu gut, dass Werder bereits morgen die Europa League buchen kann. Schließlich stehen sich am Mittwoch im zweiten Halbfinale der FC Schalke 04 und der FC Bayern München gegenüber. Die befinden sich klar auf Champions-League-Kurs und würden bei der tatsächlichen Qualifikation für die Königsklasse den Gegner im DFB-Pokalfinale quasi kampflos zum Europa-League-Teilnehmer machen.

„Wir sind alle heiß“, versichert Marko Marin. Und Mesut Özil nennt noch einen weiteren Grund, sich morgen ganz besonders ins Zeug zu legen: „Wir haben im letzten Jahr gesehen, was es für ein geiles Gefühl ist, in Berlin den Pott zu holen.“ Doch vorher sollten die Bremer erstmal ihr größtes Problem in den Griff kriegen. „Wir müssen gegen Augsburg wieder hinten sicher stehen“, bringt es Naldo auf den Punkt. Wiese würde es begrüßen. Denn jedes Gegentor macht ihm das Leben nicht nur bei Werder schwer, sondern auch bei der Nationalmannschaft. Deshalb war der Frust bei ihm nach sechs Gegentoren in nur drei Tagen auch besonders groß.

Immerhin – gestern Abend gab’s noch eine richtig gute Nachricht für Wiese und Co.: Weil der Hamburger SV gegen Schalke nur 2:2 spielte, kehrte Werder erstmals in der Rückrunde als Tabellenfünfter auf die internationalen Startplätze zurück.

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