Wiedwald hofft auf mehr Respekt nach seiner Attacke gegen Lewandowski

So werden Stürmer eingeschüchtert

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Felix Wiedwald verschafft sich Respekt.

Bremen - Es gibt diese Momente im Leben eines Torwarts, da sind Millimeter und der Schiedsrichter ziemlich entscheidend. Hätte Felix Wiedwald Bayern-Stürmer Robert Lewandowski etwas anders getroffen, wäre der nun vielleicht schwer verletzt und Werders Keeper der große Buhmann. Und hätte Schiedsrichter Christian Dingert regelkonform auf Elfmeter und Rot entschieden, wäre Wiedwald erst einmal weg vom Fenster.

„Ich treffe ihn, da habe ich schon Glück gehabt“, gesteht der 25-Jährige inzwischen, nachdem er die Szene mehrfach in der Zeitlupe gesehen hat. Doch ein schlechtes Gewissen hat Wiedwald deshalb nicht. „Ich schütze mich auch ein bisschen“, erklärt der Keeper und zieht den Dortmunder Kollegen Roman Bürki als Gegenbeispiel heran: „Er ist gegen Mainz in so einer Situation zwei Mal am Ball vorbeigesprungen. Ich habe halt die Risikovariante gewählt.“ Und die hat durchaus Eindruck hinterlassen. Der nächste Stürmer, der in so einer Situation auf Wiedwald zukommt, dürfte gewarnt sein. „Ich hoffe das sogar“, sagt der Werder-Profi mit einem leichten Grinsen im Gesicht: „Die Stürmer kriegen Respekt vor mir und ziehen vielleicht nicht komplett durch. Das gibt mir mehr Freiheiten.“

Da werden Erinnerungen an Tim Wiese wach, der ohne Rücksicht auf Verluste aus seinem Kasten stürmte – so wie einst in Hamburg, als er Ivica Olic mit dem Fuß an der Schulter traf. Es sei zwar nicht seine Absicht, dem Ex-Bremer nachzueifern, aber Wiedwald gibt zu: „Das ist schon meine Spielweise. Ein Torwart muss immer durchziehen, um sich den Respekt zu erarbeiten.“

Angst vor einem Platzverweis hat er nicht – muss er auch nicht. Sein bislang einziger Platzverweis im Profi-Bereich resultierte 2012 aus einer Unsportlichkeit.

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