Werder wollte ihn nie mehr, doch heute pfeift Stark nach über fünf Jahren erstmals ein Bremer Spiel

Das Wiedersehen mit dem „Verbannten“

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Auch Markus Rosenberg regte sich 2007 mächtig über Wolfgang Stark auf, doch der schickte ihn nur wortlos weg. ·

Bremen - Die Forderung von Klaus Allofs war eindeutig. „Ich hoffe, dass wir künftig nicht mehr auf Herrn Stark treffen werden“, sagte der damalige Werder-Sportchef am 8. Dezember 2007 in Hannover.

Werder hatte gerade 3:4 verloren und sich dabei extrem über Schiedsrichter Wolfgang Stark aufgeregt. Fünf Jahre und drei Monate hielt dieser Bann – nun ist Stark offenbar wieder reif für Werder. Der 43-jährige Fifa-Referee wird heute die Bremer Partie in Mönchengladbach leiten.

Ausgerechnet Mönchengladbach. Denn dort begann im Mai 2003 der Bremer Ärger mit Stark. Der Unparteiische hatte am letzten Spieltag ein brutales Foul des Gladbachers Marcelo Pletsch an Markus Daun, der sich dabei schwer verletzte, nicht geahndet. Dafür hagelte es heftige Kritik aus dem Bremer Lager. Fortan fühlten sich die Bremer von Starks „unnachahmlichen Art“ (Allofs) benachteiligt – und in Hannover war für Allofs das Maß dann voll: „Es geht mir nicht um einzelne Szenen, sondern um die Art und Weise, wie wir von Stark behandelt werden. Sein Verhalten gegenüber unseren Spielern und Trainern ist nicht in Ordnung.“

Werder-Präsident Klaus-Dieter Fischer schrieb in seiner Kolumne für diese Zeitung sogar vom Höhepunkt der „Leidensgeschichte zwischen Herrn Stark und Werder. Bei vier Toren spielte er eine verhängnisvolle Rolle, dabei waren zwei Szenen von klaren Fehlentscheidungen beeinflusst.“ Fischer legte Stark nahe, es wie sein Kollege Dr. Markus Merk zu machen: „Man erzählt, dass er den Schiedsrichterausschuss gebeten habe, nicht mehr bei Spielen von Schalke 04 angesetzt zu werden, wegen des sehr kritischen Verhältnisses zwischen ihm und den Gelsenkirchenern.“

Stark soll das nicht gemacht haben, hieß es gestern beim DFB in Frankfurt. Schiedsrichter und Vereine hätten bei den Ansetzungen, die Ex-Referee Herbert Fandel vornimmt, kein Mitspracherecht.

Ein Blick in die Statistik zeigt übrigens: Der SV Werder muss gar keine Angst vor Stark haben. Von 20 Partien unter der Leitung des Mannes aus Ergolding gewannen die Bremer die Hälfte und verloren nur sechs. Sie bekamen auch mehr Elfmeter als die Gegner (4 zu 1), allerdings auch mehr Rote Karten (3 zu 2). · kni

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