Werder denkt gerne an die „geilen 19 Tage“ zurück und Hunt tönt: „Wir bleiben die Nummer 1 im Norden“

Und wieder soll der HSV leiden

Die Werder-Fans konnten ihr Glück kaum fassen: Innerhalb von 19 Tagen wurde der HSV in drei Wettbewerben gedemütigt, und beim UEFA-Cup-Rückspiel half sogar noch eine Papierkugel etwas mit.

Von Björn Knips · Zehn Bundesliga-Spieltage lang war die HSV-Welt wieder einigermaßen in Ordnung. Nach den verrückten 19 Tagen im Frühjahr mit dem Dreichfach-Knockout gegen Werder Bremen in DFB-Pokal, UEFA-Cup und Bundesliga ergötzte sich der Hamburger SV daran, in der Tabelle vor dem Erzrivalen zu stehen. Doch dann zog Werder vorbei

... und Aaron Hunt tönt: „Wenn die Hamburger mal einen Spieltag in der Tabelle besser sind als wir, dann sagen sie sofort, dass sie die Nummer eins im Norden sind. Doch das bleiben wir!“ Entsprechend selbstbewusst gehen die Bremer morgen auch ins Nordderby beim HSV (15.30 Uhr/sky live und hier im Live-Ticker).

„Natürlich können wir da wieder gewinnen“, sagt Hunt. Dass der HSV auf eine Revanche brennt, ist ihm klar, aber das stachelt ihn nur noch mehr an: „Umso schöner wäre es doch dort zu gewinnen.“ Als Übermut soll das nicht verstanden werden, eher als kleine Stichelei vor dem brisanten Duell. Denn Werder hat durchaus Respekt vor den Gastgebern. „Hamburg hat eine starke Mannschaft“, lobt Hunt. Und Per Mertesacker verweist darauf, dass Werder und der HSV in dieser Saison vergleichbare Erfolge vorzuweisen haben: „In der Bundesliga sind wir punktgleich, haben beide sieben Siege, sieben Unentschieden und zwei Niederlagen. Und in der Europa League haben wir uns beide souverän durchgesetzt.“ Nur im DFB-Pokal ist der HSV schon auf der Strecke geblieben, weshalb eine Wiederholung von vier Duellen in nur 19 Tagen in dieser Spielzeit ausgeschlossen ist.

Die Partie gibt es ab 15 Uhr in unserem Liveticker

Ti cker

Damals setzte sich Werder im DFB-Pokalhalbfinale beim HSV im Elfmeterschießen durch. Im UEFA-Cup-Halbfinale gab’s erneut ein Bremer Happy-End in der HSH Nordbank Arena: Die 0:1-Heimpleite machte Werder mit einem 3:2-Sieg wett. Zum Abschluss beendeten die Grün-Weißen dann noch mit einem 2:0-Heimsieg alle Hamburger Träume von der Meisterschaft.

„Natürlich hat das dem HSV weh getan“, erinnert sich Werder-Coach Thomas Schaaf: „Sicher wird der HSV versuchen, es diesmal zu drehen. Aber auch wir werden versuchen, wieder erfolgreich zu sein.“ Dabei wünscht er sich, „dass alles sportlich fair abgewickelt wird, dann wäre es für alle ein großer Gewinn“. Aber entscheidend für den Saisonverlauf sei die Partie nicht. „Es gibt noch kein Endresultat. Man hat doch vergangene Saison bei Wolfsburg gesehen, was alles möglich ist. Die standen nach der Hinrunde hinter uns und sind Meister geworden.“ Trotzdem: Verlassen will sich Werder darauf nicht. Außerdem ist das Nordderby das letzte Spiel des Jahres. „Wir wollen mit einem guten Gefühl in die Weihnachtspause gehen“, sagt Mertesacker und fügt noch schmunzelnd an: „Die anderen haben dann eben ein schlechtes Gefühl.“ Es muss nicht erwähnt werden, wen er damit meinte . . .

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