Erst bengalisches Feuer, dann Stangenschläge und Pfefferspray

Wieder brennt’s im Bremer Fanblock

Es rauchte gewaltig im Werder-Fanblock – mal wieder.

Bremen - Es waren hässliche Szenen, die sich in Sinsheim während der Halbzeitpause im Gästeblock abspielten. Mehrere Bremer Fans schlugen mit Fahnenstangen auf Mitarbeiter des Ordnungsdienstes ein. Die hinzugerufenen Polizisten setzten daraufhin Pfefferspray ein, es kam zu 30 Leichtverletzten.

Der Ordnungsdienst wollte einen Werder-Fan, der ein bengalisches Feuer entzündet hatte, aus dem Block holen.

Die Art und Weise des Eingreifens erhitzte hinterher die Gemüter. „Wir halten das Vorgehen des Hoffenheimer Ordnungsdienstes für unverhältnismäßig. Aus den Erfahrungen heraus ist es besser, wenn ein Zugriff nach Beendigung des Spiels und außerhalb des Blocks erfolgt“, sagte Werders Fan-Betreuerin Julia Ebert. Zudem sei der Einsatz nicht mit der Polizei abgestimmt gewesen, ergänzte ihr Kollege Till Schüssler. Hoffenheims Pressesprecher Markus Sieger widersprach prompt: „Das stimmt nicht.“

Randale und Tore - Bilder vom Spiel

Die Joker stechen erneut

Wie dem auch sei: Erneut fielen Werder-Fans bei einem Auswärtsspiel unangenehm auf. „Schön ist das sicher nicht. Es gibt leider Probleme beim Zünden von Pyrotechnik“, gestand Werder-Sportchef Klaus Allofs. „Werder verurteilt die Benutzung von Pyrotechnik und die Anwendung von Gewalt“, betonte Präsident Klaus-Dieter Fischer.

Der Fan, der gezündelt hat, ist inzwischen identifiziert worden. Ihn erwartet ein Stadionverbot – und Werder eine satte Geldstrafe des DFB. Schon in Heidenheim und Leverkusen hatten im Bremer Fanblock „Bengalos“ gebrannt, beim Pokal-Aus war zudem der Mannschaftsbus in aggressiver Weise belagert worden. · mr

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