Elfmeter erhitzt Gemüter / Junuzovic klagt an

Wieder Ärger mit Referee Aytekin

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In der Diskussion: Schiedsrichter Deniz Aytekin.

Leverkusen / Bremen - Deniz Aytekin wollte von einer Fehlentscheidung nichts wissen. Der Elfmeterpfiff gegen Werder, die übersehene Abseitsstellung des Leverkuseners Sidney Sam zuvor – alles kein Fehler seinerseits, sagte der Schiedsrichter im ZDF.

Das – zugegeben knappe – Abseits des Bayer-Angreifers sei „mit menschlichem Auge nicht erfassbar“ gewesen, argumentierte Aytekin. Und das Foul von Werder-Schlussmann Sebastian Mielitz an Sam hätte als Foul gewertet werden müssen, obwohl Sam schon abgeschlossen hatte, dann erst mit Mielitz zusammenprallte. „Das ist nicht relevant, weil der Ball noch im Spiel war“, meinte der Referee, der sich mit seinen Entscheidungen in der 33. Minute den kollektiven Bremer Zorn zugezogen hatte.

Stefan Kießling verwandelte den Strafstoß zum Tor des Tages für Leverkusen. Und Werder fühlte sich betrogen. Aytekin hatte zunächst auf Abstoß entschieden, ließ sich erst nach der Behandlung von Sam und Mielitz („Ich kann mich doch nicht in Luft auflösen„) von Assistent Christian Dietz umstimmen. „Der Linienrichter hat das Spiel entschieden“, zürnte Werder-Kapitän Clemens Fritz.

Und wieder war’s Aytekin. Schon bei der 2:3-Niederlage bei Hannover 96 hatte Werder mit ihm über Kreuz gelegen. Kurz vor dem Hannoveraner Siegtreffer hatte der Referee ein reguläres Bremer Tor nicht anerkannt. „Es ist nicht das erste Mal, dass Herr Aytekin uns Punkte kostet“, klagte Nils Petersen an: „Wenn er sich dann auch noch nach einem übersehenen Abseits hinstellt und seinem Assistenten zur Elfmeter-Entscheidung gratuliert, ist das wie ein Stich ins Herz.“

Werder-Coach Thomas Schaaf war „wütend und ärgerlich“, weil „jeder sein eigenes Regelbuch aufmacht. Wir hatten eine ähnliche Szene gegen Wolfsburg, da hieß es, das reicht nicht für einen Elfmeter.“

Leverkusen gewinnt gegen Werder Bremen

Zlatko Junuzovic war eine Woche zuvor derjenige gewesen, der zu Fall kam. In Leverkusen wollte er wohl auch deshalb von Aytekin wissen, wieso er Elfmeter gegeben hat. Was er als Antwort bekam, schilderte Junuzovic so: „Er hat mich angeguckt und angeschrien, ich solle mich – höflich gesagt – schleichen. Da muss man schon mal hinterfragen, wie Schiedsrichter mit uns reden. Er war sehr aggressiv. Wir dürfen gar nichts sagen, sonst gibt es gleich Gelb oder Rot. Aber wie er mit mir gesprochen hat, das gehört sich auch nicht.“ · csa

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