Wesley wird wärmer, wenn Palmeiras zahlt

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Wesley darf sich auf sommerliche Temperaturen in Brasilien freuen.

BREMEN (kni). Diese Kälte macht keinen Spaß – und einem Brasilianer schon gar nicht. Doch Werders Wesley steckte die Tiefsttemperaturen gestern beim Training ganz cool weg. Kein Wunder, denn der Mittelfeldspieler wusste längst, dass er den deutschen Winter bald hinter sich lässt und sich schon auf die aktuell 30 Grad in Brasilien freuen darf.

Palmeiras Sao Paulo hat sich nicht nur mit dem Spieler auf einen Wechsel verständigt, sondern auch Werder ein Angebot gemacht, „über das man verhandeln kann. Wir haben uns auch schon ausgetauscht“, bestätigte Klaus Allofs.

Der Clubchef müsste Wesley eigentlich sofort in den Flieger setzen, denn die Brasilianer wollen laut Medienberichten sechs Millionen Euro Ablöse zahlen. Ein ordentlicher Batzen Geld für einen Spieler, der in Bremen nur noch als Missverständnis gilt und eigentlich keine Zukunft mehr hat. Werder ging jedenfalls schon einmal auf Nummer sicher, nahm Wesley nicht mit zum heutigen Spiel in Freiburg. „Eigentlich wäre er ein Kandidat für den Kader gewesen, doch Wesley ist mit den Gedanken im Moment sowieso ganz woanders“, erklärte Allofs die Maßnahme. Wann er Vollzug melden kann, wollte der Ex-Profi nicht prognostizieren. Transferangelegenheiten mit Brasilianern seien nicht ganz so einfach – und noch einige Dinge zu regeln. Gesprächsbedarf bestehe noch in Sachen genaue Ablösesumme, Zahlungsweise und Bankgarantien.

Laut brasilianischer Medien will Palmeiras die sechs Millionen Euro in drei Raten bis Februar 2014 abstottern. Es bleibt abzuwarten, ob sich Werder darauf einlässt. Aber Allofs klang gestern nicht so, als würde er ein Scheitern der Verhandlungen befürchten. Zu verlockend ist es einfach, das Kapitel Wesley mit einem hellblauen Auge beenden zu können. Von den 7,5 Millionen Euro, die Werder im August 2010 für den Mittelfeldspieler vom FC Santos zahlte, würde ein Großteil zurück aufs Konto der Bremer fließen. In den Planungen von Trainer Thomas Schaaf spielte der 24-Jährige ohnehin nur noch selten eine Rolle. Lediglich einmal stand Wesley in dieser Saison in der Startelf. Immerhin gelang ihm in sechs Saisoneinsätzen ein Treffer – der übrigens beim Hinspiel gegen Freiburg.

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