Wesley wird nicht verliehen

Bremen - Nach seinem „Platzverweis“ hat Wesley (24) gestern Nachmittag wieder am Werder-Training teilgenommen. Coach Thomas Schaaf, der den Brasilianer am Mittwoch vorzeitig in die Kabine geschickt hatte („Er war übermotiviert“), versuchte, das Verhalten seines Mittelfeldmanns zu erklären: „Wir sind unzufrieden, er ist es auch.

Er kommt mit der Situation nicht klar – und das war seine Reaktion darauf.“ Seit über zwei Monaten hat Wesley nicht mehr gespielt. Hauptsächlich, weil ihm nach wie vor die Bindung fehlt. „Er ist verspielt, das wollen wir ihm auch nicht ganz nehmen“, meinte Schaaf, ergänzte aber: „Er muss lernen, möglichst viel am Spiel teilzunehmen statt Super-Dribblings zu versuchen.“

Der Bremer Coach glaubt weiter an Wesley und möchte ihm helfen, indem er ihm „Ruhe gönnt“, ihn aber gleichzeitig „auch fordert“. So will er seinem südamerikanischen Sorgenkind endlich zu der Stärke verhelfen, die laut Schaaf zweifelsohne vorhanden ist: „Wir haben schon Leistungen von Wesley gesehen, die uns hungrig machen, wieder mehr davon zu bekommen.“

Ein Leihgeschäft im Winter, um dem Brasilianer Spielpraxis zu verschaffen, schloss Schaaf gestern aus: „Wir haben ihn nicht verpflichtet, um ihn auszuleihen.“ · kni/mr

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