1:2 – Werder verliert Test in Braunschweig

Wesley ein Totalausfall, Galitsios bleibt blass

Unauffällig: Werders Testspieler Georgios Galitsios (links).

Braunschweig · Das Testspiel bei Eintracht Braunschweig hat Werder Bremen gestern Abend verloren, dafür aber wichtige Erkenntnisse gewonnen. Die allerdings schmeckten Trainer Thomas Schaaf überhaupt nicht.

Bei der 1:2 (1:2)-Niederlage gegen den Sechsten der zweiten Liga hatte er eine erschreckend schwache erste Halbzeit mit einem noch schwächeren Wesley gesehen. Und dazu in Georgios Galitsios einen Testspieler, der keine Pluspunkte für sich sammelte. Der Grieche blieb über 90 Minuten blass, entschuldigte das aber mit fehlender Spielpraxis: „Körperlich fühle ich mich gut, habe aber keinen Rhythmus.“

Training am Samstag

Werder-Training am Samstag

Seit zweieinhalb Monaten ist Galitsios vereinslos – dabei wird es vermutlich auch bleiben. Schaaf wollte zwar einer abschließenden Beratung mit seinem Stab nicht vorgreifen, bewertete die Leistung des Gastakteurs aber zunächst nur als „bemüht“. Etwas Lobähnliches folgte erst Minuten später. „Es war ja nicht so, dass man sagt: Das geht ja gar nicht…“

Über Wesleys unmotivierte Vorstellung darf dieses Urteil dagegen ohne Vorbehalt gefällt werden. In einem Spiel, in dem Werder die Stars fehlten und die Reservisten ihre Chance bekamen, zeigte der Brasilianer gar nichts. Schaaf hatte nach 45 Minuten genug gesehen, nahm Wesley vom Platz. Wie soll es mit diesem 7,5-Millionen-Einkauf bloß weitergehen?

Werder verliert Testspiel gegen Eintracht Braunschweig

Dass nicht immer das Geld die Tore schießt, bewies Randy Edwini-Bonsu. Der Ghanaer mit kanadischem Pass spielt eigentlich in der zweiten finnischen Liga und derzeit bei der Eintracht vor. Anders als Galitsios bei Werder nutzte der (ablösefrei zu habende) Stürmer seine Chance in überzeugender Manier. In der 25. und 34. Minute erzielte er beide Braunschweiger Tore.

Werder hatte dem vor 8 700 Zuschauern im Eintracht-Stadion nur einen Treffer von Sandro Wagner entgegenzusetzen (40.). Natürlich war das zu wenig, um Schaaf zufriedenzustellen: „Wir waren zu zaghaft, hatten keine Überzeugung in unseren Handlungen. Erst in der zweiten Halbzeit wurde es besser.“ Da saß Wesley schon draußen.

Werder: Mielitz - Galitsios, Schoppenhauer, Wolf, Schmitz - Wesley (46. A. Stevanovic) - Bargfrede (78. Almpanis), Kroos (46.Ayik) - Ekici - Rosenberg, Wagner (78. Nagel). · csa

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