„Ich habe die ganze Karriere von Ze Roberto verfolgt“ / Der HSV-Profi prophezeit dem Bremer eine große Karriere

Wesley – heute trifft er auf sein Vorbild

Wesley

Bremen/Hamburg (kni) · Da stand Wesley gestern Nachmittag im Bremer Dauerregen und war trotzdem ziemlich zufrieden. Denn er musste erst einmal nicht über die Krise bei seinem neuen Club Werder Bremen reden, sondern durfte über die „Selecao“ und sein großes Vorbild Ze Roberto sprechen. Klar, dass einem Brasilianer da das Herz aufgeht.

„Ich hab’s am Donnerstag nach dem Training erfahren. Meine Familie hat mich angerufen“, berichtete der 23-Jährige von seiner Nominierung für die brasilianische Nationalmannschaft: „Das ist das erste Mal – und ich bin sehr, sehr glücklich. Es ist etwas Wunderbares, sein Land vertreten zu dürfen. Ich werde da mit großer Bescheidenheit und viel Respekt hinfahren.“

Der neue Trainer Mano Menezes versammelt die Spieler vom 6. bis 13. Oktober, um zwei Testspiele in Europa zu bestreiten, wobei der Verband die genauen Gegner und Spielorte noch nicht bekannt geben wollte. Wesley ist das egal, er wäre einfach nur froh, „wenn ich spielen dürfte“.

Heute muss er wohl nicht zittern, sein Einsatz im Nordderby gegen den Hamburger SV ist ziemlich sicher. Und Wesley weiß die Geschichte mit der Nominierung gut einzuschätzen: „Natürlich gibt mir das Extra-Motivation, aber ich konzentriere mich voll auf Werder. Denn nur, wenn ich hier gute Leistungen bringe, werde ich auch häufiger in der Selecao spielen.“

So wie Ze Roberto: Der mittlerweile schon 36-Jährige trug von 1995 bis 2006 stolze 84mal das Trikot der brasilianischen Nationalelf. „Ich habe seine ganze Karriere verfolgt, ich bewundere ihn“, verrät Wesley. Da muss er früh angefangen haben, denn als Ze Roberto 1997 Brasilien Richtung Spanien zu Real Madrid verließ, war Wesley gerade mal zehn Jahre alt. Später spielte Ze Roberto dann für Bayer Leverkusen und den FC Bayern München, ehe er 2009 nach einem kleinen Abstecher nach Südamerika in Hamburg landete. Über seinen Landsmann im Werder-Dress sagt er nur Gutes: „Es freut mich natürlich, dass sich Wesley an mir orientiert. Er ist ein sehr guter junger Spieler mit großem Potenzial, der eine große Karriere vor sich hat.“

Kontakt zwischen den beiden gab‘s schon – und nicht nur telefonisch. „Wir haben uns hier in Deutschland getroffen“, berichtet Wesley. Trotzdem ist er schon ganz aufgeregt, Ze Roberto heute auf dem Platz wiederzusehen: „Es ist etwas ganz Besonderes, gegen ihn zu spielen. Ich freue mich, aber auf dem Platz geht es nicht um Freundschaft.“ Der Bremer Neuzugang will das Nordderby („Ich weiß, dass das hier ein ganz wichtiges Spiel ist“) unbedingt gewinnen und mit Werder raus aus der Krise: „Wir haben alle nicht die Leistungen gebracht, die wir von uns erwarten. Aber auch starke Mannschaften haben mal eine Schwächephase.“ Die soll heute vorbei sein – und anschließend gibt’s dann den Trikottausch mit dem großen Vorbild? Bei der Frage wird der Brasilianer plötzlich ganz ernst und stellt klar: „Wir spielen Fußball, da geht’s in erster Linie um Resultate. Danach sehen wir weiter.“

Das könnte Sie auch interessieren

Simbabwe: Kritiker fordern Mugabes Rücktritt

Simbabwe: Kritiker fordern Mugabes Rücktritt

Tischtennis: Werder Bremen siegt mit 3:1 gegen Fulda-Maberzell

Tischtennis: Werder Bremen siegt mit 3:1 gegen Fulda-Maberzell

Jugend-Challenge in Verden - der Sonntag

Jugend-Challenge in Verden - der Sonntag

Stimmiges Ambiente und handfeste Livemusik im Rotenburger Ronululu

Stimmiges Ambiente und handfeste Livemusik im Rotenburger Ronululu

Meistgelesene Artikel

Sensation geschafft! Augustinsson fährt zur WM

Sensation geschafft! Augustinsson fährt zur WM

Augustinsson wünscht sich Ibrahimovic-Comeback

Augustinsson wünscht sich Ibrahimovic-Comeback

Eine Auszeichnung, die den Erfolg nicht garantiert

Eine Auszeichnung, die den Erfolg nicht garantiert

96-Keeper Tschauner droht gegen Werder auszufallen 

96-Keeper Tschauner droht gegen Werder auszufallen 

Kommentare