Viel Lob für Werders neuen Allrounder

Wesley – fürs Tor zu kleine Hände . . .

Allzweckwaffe: Wesley.

Werder-Bremen - BREMEN (flü) · Mit Einzelkritik über seine Spieler hält sich Thomas Schaaf gewöhnlich etwas zurück. Der Werder-Trainer beurteilt lieber die Mannschaftsleistung als Ganzes.

Nach dem 3:2-Sieg im Nordderby gegen den Hamburger SV kam der 49-Jährige aber nicht umhin, seinen Brasilianer Wesley besonders hervorzuheben. Der 23-Jährige hatte ein ganz starkes Spiel gemacht. Zunächst auf der vorgezogenen „Sechser“-Position, dann – nach verletzungsbedingter Umstellung – als Rechtsverteidiger. Und Schaaf geriet regelrecht ins Schwärmen: „Er bringt sich ein, als wäre er seit Jahren dabei. Egal, auf welcher Position er aufläuft – Wesley nimmt die Dinge, die man ihm sagt, voll an.“

Training am Montag

Werder-Training vor dem Spiel in Mailand

Auch Klaus Allofs war voll des Lobes für den kleinen Brasilianer, der in der 85. Minute zudem den Siegtreffer durch Hugo Almeida vorbereitet und sich damit in die Herzen der Fans gespielt hatte. „Wesley ist ein sehr guter Junge. Er arbeitet viel und hat einen unglaublichen Aktionsradius. Ihm ist kein Weg zu weit“, sagte der Werder-Sportchef.

Vor allem aber ist es wohl die Flexibilität, die Wesley auszeichnet. Er kann praktisch überall spielen. „Er ist schon vorher im Mittelfeld weite Wege gegangen“, sagte Schaaf, „aber in der Viererkette hat er die Aufgabe erledigt, als würde er die Position Woche für Woche ausfüllen.“

Für Wesley kein Problem. „Ich habe die Position schon mal bei Santos gespielt“, erklärte er, machte aber keinen Hehl daraus, das er am liebsten auf der „Sechs“ spielt. „Doch wenn der Trainer mich auf einer anderen Position braucht, dann ist das okay. Ich spiele da, wo ich der Mannschaft helfen kann.“ Das ist fast überall. Fast, wohlgemerkt. „Leider hat er zu kleine Hände, sonst könnten wir ihn noch als Torwart gebrauchen“, schmunzelte Schaaf.

Morgen im Auswärtsspiel der Champions League bei Inter Mailand wird Wesley aller Voraussicht nach von Beginn an rechts in der Viererkette spielen und den verletzten Clemens Fritz vertreten. Und angesichts der enormen Defensivprobleme – Naldo, Fritz und Boenisch fallen aus – ist Schaaf froh, die Allzweckwaffe Wesley zu haben.

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