5:3 - Werders wilder Wahnsinsritt

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Marko Arnautovic kam, sah und traf sofort das Tor

Bremen - Der Auftritt erinnerte an alte aufsehenerregende Spiele. In einem hochspannenden Spiel besiegte Werder Bremen am Samstagnachmittag den SC Freiburg mit 5:3 (2:1) und brachte so manchen Fan an den Rand eines Herzinfarktes.

Werder Bremen hat mit einem Jubiläumssieg im Hurra-Stil die Grundlage für eine entspannte Saison geschaffen. Das turbulente 5:3 (2:1)) in einem Offensiv-Spektakel gegen den „Lieblingsgegner“ SC Freiburg war der 700. Bundesliga-Erfolg für die Hanseaten, die mit sechs Punkten nach drei Runden gut im Soll sind. Das Team des neuen Freiburger Trainers Marcus Sorg wartet indessen noch immer auf den ersten Sieg. Trotz einer ansprechenden Leistung vor 39 201 Zuschauern müssen sich die Breisgauer bereits zu einem frühen Saison-Zeitpunkt Sorgen machen.

Die Bremer profitierten bei ihrem zweiten Saisonsieg von der Startelf-Rückkehr ihres Top-Stürmers Claudio Pizarro. In einer torreichen, aber nicht immer hochklassigen Partie erzielte der Peruaner in der 34. Minute mit einem Geniestreich sein erstes Saisontor. Außerdem trafen Clemens Fritz (30.), der eingewechselte Marko Arnautovic (65.), Aaron Hunt (87./Foulelfmeter) und Wesley (90.+3) für Bremen. Freiburgs Torjäger Papiss Cissé mit einem Doppelpack (7./48.) und Stefan Reisinger (84.) konnten die Niederlage nicht verhindern. Die Saisontore drei und vier erhöhten aber den Marktwert des Top-Stürmers aus dem Senegal.

Werder besiegt Freiburg 5:3

Die von Trainer Thomas Schaaf umgestellte Werder-Abwehr wurde kalt erwischt. Nach einer Flanke von Johannes Flum hatte der sträflich ungedeckte Cissè keine Mühe, den Ball mit der Brust ins Tor zu bugsieren. Werder wirkte geschockt, selbst Routinier Per Mertesacker leistete sich einige Stockfehler. Erst nach 25 Minuten gerieten die Freiburger ernsthaft in Bedrängnis. Verteidiger Daniel Williams rettete in höchster Not vor dem agilen Markus Rosenberg.

Diese Aktion war ein Weckruf für Werder. Die Maßnahme von Schaaf, Fritz ins Mittelfeld zu stellen, zahlte sich fünf Minuten später aus. Der etatmäßige Verteidiger verwandelte eine Flanke von Lukas Schmitz per Kopf zum Ausgleich. Es folgten fünf überragende Pizarro-Minuten. Zuerst traf der Peruaner per Kopf nur den Pfosten, beim zweiten Versuch düpierte er zunächst den Freiburger Oliver Barth und schob den Ball überlegt an Schlussmann Oliver Baumann vorbei ins Tor.

Rosenberg (40.) vergab in dieser besten Bremer Phase vor der Pause die mögliche Vorentscheidung. Das schien sich zu rächen, denn der zweite Durchgang begann ähnlich wie die erste Halbzeit mit einem frühen Freiburger Tor . Der vom VfL Wolfsburg umworbene Torjäger Cissé nutzte eine Unaufmerksamkeit der konfusen Werder-Deckung zum 2:2. Mit der Einwechslung von Arnautovic kam neuer Schwung in Werders Offensive, die zum Schluss die Partie entschied und an frühere Erfolgstage erinnerte. Freiburgs Trainer Sorg erlebte das Ende auf der Tribüne. Er hatte sich lautstark über den Elfmeterpfiff beschwert.

Schema:

Bremen: Wiese - Papastathopoulos, Mertesacker, Wolf, Schmitz - Bargfrede - Fritz (77. Wesley), Hunt - Marin - Rosenberg (62. Arnautovic), Pizarro (84. Ekici). - Trainer: Schaaf

Freiburg: Baumann - Williams, Barth, Krmas, Bastians - Schuster - Makiadi (80. Dembele), Abdessadki (46. Daniel Caligiuri) - Flum (88. Jendrisek) - Reisinger, Cisse. - Trainer: Sorg

Schiedsrichter: Peter Sippel (München)

Tore: 0:1 Cisse (7.), 1:1 Fritz (30.), 2:1 Pizarro (34.), 2:2 Cisse (48.), 3:2 Arnautovic (65.), 3:3 Reisinger (84.), 4:3 Hunt (87., Foulelfmeter), 5:3 Wesley (90.+3) Zuschauer: 39.201

Gelbe Karten: Schmitz (2) - Schuster, Flum (2), Reisinger, Krmas

Torschüsse: 24:11

Ecken: 11:2

Ballbesitz: 54:46 Prozent

Fouls: 14:24

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