Allofs: „Wir wollen ein Zeichen setzen“ / Naldo fordert volle Konzentration

Werders Weihnachtswunsch: Sieg im Revier und Platz vier

Spaß im Schneetreiben: Bei Werders Abschlusstraining vor dem Schalke-Spiel herrschte gestern beste Stimmung – nicht nur zwischen Naldo (vorn) und Wesley. ·

Bremen - Was noch vor einem halben Jahr schier undenkbar schien, könnte morgen Abend Wirklichkeit werden: Werder Bremen hat sogar noch Chancen auf die Vize-Herbstmeisterschaft!

Na gut, es ist eher unwahrscheinlich, dass Dortmund als Zweiter bei Schlusslicht Freiburg Federn lässt und Mainz als Zwölfter bei Borussia Mönchengladbach triumphiert. Aber Platz vier für die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf wäre drin – wenn ihr heute bei Schalke 04 ein Sieg gelingt.

Schaaf selbst zog jedoch schon vorab ein positives Hinrunden-Fazit und weiß um den himmelweiten Unterschied zur Lage in der Vorsaison: „Wir haben viele Dinge positiv bewältigt. Wenn man auf viel Positives zurückschauen kann, ist das natürlich angenehmer, als sich immer zu ärgern – und es ist eine gute Voraussetzung dafür, besser entspannen zu können.“

Auf relaxte Weihnachten hofft natürlich auch Werder-Sportchef Klaus Allofs. Mindestens ebenso wichtig ist ihm jedoch: „Wir wollen ein Zeichen setzen für den zweiten Teil der Saison, einen guten Abschluss hinkriegen.“ Dabei sieht er Werder in der Schalke-Festung, der Veltins-Arena, „auf Augenhöhe“ mit den Gastgebern: „Schalke hat schon sehr gute Spiele gemacht, hatte aber auch Probleme – wie wir. Ich erkenne keine großen Unterschiede, was die Qualität angeht.“

Schließlich trainierten gestern die zuletzt angeschlagenen Naldo, Andreas Wolf und Marko Marin erneut problemlos. Für Marin müsste also Florian Trinks seine Zehner-Position räumen. Nur der rotgesperrte Aaron Hunt und die nach ihrer Verletzung im Aufbautraining befindlichen Sebastian Boenisch und Mikael Silvestre reisen nicht mit ins Revier.

Abwehrchef Naldo macht keinen Hehl daraus, dass er sich drei Punkte als schönes Vorab-Weihnachtsgeschenk wünscht: „Es wäre der perfekte Abschluss einer fast perfekten Hinrunde, wenn wir auf Schalke auch noch gewinnen.“ Nur zu gern würde der Brasilianer „der Mannschaft mit einem Tor weiterhelfen“. Gleichzeitig fordert er jedoch das gesamte Kollektiv auf, heute an die gute Leistung aus dem Sieg gegen Wolfsburg anzuknüpfen und „90 Minuten lang konzentriert sein – sonst klappt das gegen eine Spitzenmannschaft nicht. Gegen Bayern ist uns das zum Beispiel nur 60 Minuten lang gelungen.“ · ck/mr

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